Acetylsalicylsaure Grundsubstanz einiger der am meisten verbreiteten Schmerzmittel (z.B. Aspirin®), die bei denen, die dazu neigen, einen Asthmaanfall auslösen können.
Adrenalin Körpereigenes Hormon. Es ist der Prototyp der Adrenergika
Adrenergika Sammelbegriff für Substanzen, die den Puls beschleunigen und die Bronchien erweitern. Andere Begriffe dafür sind: Sympathomimetika bzw. Betamimetika. Adrenergika / Betamimetika gibt es als schnell/kurz wirkendes Spray oder als Pulver (= Notfallspray), aber auch als langwirkendes Spray oder Pulver. Darüber hinaus gibt es Adrenergika/Betamimetika als Tabletten, auch als sog. Retard Tabletten. Das sind Tabletten, deren Wirkung lange anhält. Adrenergika / Betamimetika werden bei der Behandlung des Asthma bronchiale und der COPD eingesetzt.
Aerochamber Expander lnhalatianshilfe, auch Spacer genannt.
Aerolizer lnhalationssystem zur Pulverinhalation.
Aerosol Feiner Nebel mit kleinsten Teilchen, die im Nebel schweben. Das Teilchen-Nebel-Gemisch wird bei medizinisch verwendeten Aerosolen durch „Treibgase‘ erzeugt. Aerosole können für die Verabreichung von inhalierbaren Medikamenten verwendet werden.
Aerosoltherapie Die im Nebel feinst verteilten Arzneistoffe (Aerosol) gelangen beim Einatmen direkt in die Bronchien. Dadurch erreichen die Medikamente den Ort ihrer Wirkung schnell und entfalten ihre Wirkung dort, wo diese auch wirken sollen — an den Bronchien. Andere Regionen des Körpers bleiben unbelastet. Das ist vor allem bei einer Cortison-Behandlung wichtig. Dadurch dass dieses Medikament direkt an den Ort gebracht wird, wo die Wirkung eintreten soll, kann mit extrem niedrigen Dosen der Substanz gearbeitet werden. Die klassischen Nebenwirkungen der Cortisontablette sind beim Cortisonspray unbekannt. Es spricht also vieles für eine Aerosoltherapie. Das gilt für alle Formen dieser Therapie, d.h. neben der häufig genutzten Form des Dosieraerosols auch für die Pulverinhalation, Feuchtinhalation, Dampfvernebler und Ultraschallvernebler
Ätiologie Lehre von den Krankheitsursachen.
Akupunktur An der Oberfläche des Körpers werden 12 paarige Meridiane angenommen, durch die eine Art Energie fließen soll. Es gibt über 300 Akupunkturpunkte, die bestimmten Organen zugeordnet sind und deren Funktion sich durch Stimulation beeinflussen lassen soll. Statt mechanischem Drehen von Nadeln ist zunehmend die Reizung durch Strom oder Laser in Gebrauch. Es gibt Studien, in denen eine geringe Sofortwirkung bei Asthma beschrieben wurde. Der Aufwand der Akupunktur ist jedoch groß. Langzeiteffekte sind bisher nicht belegt.
Akute Bronchitis Wird gemeinhin als „Erkältung“ oder Infekt bezeichnet. Jeder von uns hat mehr oder weniger oft eine akute Bronchitis durchgemacht Tritt die akute Bronchitis gehäuft auf, so kann das bereits ein Einstieg in eine „chronische Bronchitis“ sein und sollte Anlass zur fachärztlich - pneumologischen Konsultation sein, um einer nicht selten auftretenden Gewöhnung an die Beschwerden entgegenzuwirken: Wehret den Anfängen!
Allergen Allergene sind Antigene, die Allergien auslösen können. Häufige Allergene sind:
Luft im Gebirge über ca 1500 m Meereshöhe (pollenfrei)
Kochsalz
Mineralsalze
sauber gereinigte Vitamine
Allergenkarenz Vermeidung des Kontakts mit Allergenen mit dem Ziel, allergische Reaktionen zu vermeiden. Die Allergenkarenz ist vor allem bei Kindern von großer Bedeutung. Damit verringert man die Gefahr, dass das allergisch reagierende Kind im Laufe der Zeit gegen immer mehr Stoffe empfindlich wird und dann auch auf diese mit Atemnotanfällen reagiert.
Allergie Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems. Auslöser sind bestimmte Stoffe(Allergene), die der Körper fälschlicherweise als fremd und daher potentiell gefährlich interpretiert. Die Immunabwehr setzt ein - dabei kommt es zu einer Fehlregulation und zu einer starken Ausschüttung pharmakologisch wirksamer Substanzen, vor allem Histamine
Allergiediagnostik Bei der Feststellung/Diagnose einer Allergie werden unterschiedliche Testverfahren verwendet: Prick-Test— auch Hauttest genannt Rast-Test — bedeutet Blutuntersuchung auf Antikörper Provokationstest — prüft, ob die Atemorgane auf das gefundene Allergen allergisch reagieren.
Allergie-Impfung
Als Allergie-Impfung, Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie bezeichnet man die bisher einzige ursächliche Therapie gegen allergische Atemwegserkrankungen.
Mit der Allergie-Impfung werden Allergiker durch langsam ansteigende Dosierungen eines Allergen-Präparates unempfindlich gegen die Allergieauslöser gemacht.
Die Allergie-Impfung wird in der Regel bei einem allergologisch ausgebildeten Facharzt durchgeführt.
Es können Heuschnupfen und allergisches Asthma, ausgelöst durch Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare und bestimmte Schimmelpilze sowie Allergien auf Insektengifte behandelt werden.
Durch moderne molekular standardisierte Allergen-Präparate konnte der Erfolg der Immuntherapie deutlich gesteigert werden. Die Erfolgsraten nahezu 100 Prozent.
Mit der Allergie-Impfung kann das Auftreten weiterer Allergien verhindert werden. Vor allem bei allergiekranken Kindern kann mit dieser Therapie darüber hinaus das Asthmarisiko stark herabgesetzt werden. Somit wirkt die Allergie-Impfung auch vorbeugend.
Sonderformen der üblicherweise drei Jahre dauernden Allergie-Impfung sind die Kurzzeit-Immuntherapie und die sogenannte sublinguale Immuntherapie, bei der die Allergen-Präparate oral verabreicht werden.
Allergie-Test Untersuchung zur Feststellung einer Allergie auf einen bestimmten Stoff:
Epikutantest bei Kontaktallergie = der Teststoff wird auf die Haut aufgetragen
Intrakutantest = bei Insektengift-, Pollenallergie; Injektion des Teststoffes in die Haut
Provokationstest = das reagierende Organ (Nase, Auge) wird dem Teststoff ausgesetzt
Allergische Reaktion So bezeichnet man die überschießende Reaktion des menschlichen Organismus auf ein Allergen. Allergische Reaktionen sind nicht nur Asthma bronchiale, sondern auch die Anaphylaxie, der Heuschnupfen und die Neurodermitis.
Allergologe Die Bezeichnung "Allergologe" setzt voraus, dass ein Arzt sich auf dem Gebiet der Allergologie näher qualifiziert hat. Häufig sind Allergologen Fachärzte für Haut- oder Lungenerkrankungen. Die Zusatzbezeichnung "Allergologe" wird aber auch von Kinder-, Hals-Nasen-Ohren-Ärzten oder Internisten erworben
Alpha—1 Antitrypsin—Mangel Der Mangel eines bestimmten Eiweißstoffes - des al—Antitrypsins ist bei einer relativ kleinen Gruppe von Patienten mit Emphysem (1 %) für diese Erkrankung verantwortlich. Die Erkrankung wird vererbt. Das Fehlen der al Proteasen-Inhibitoren führt zum Abbau von Lungengewebe vor allem durch Rauchen und durch die bei Infekten vermehrt auftretenden Eiweiß abbauenden Enzyme.
Alternative Therapie Unter dem Begriff „alternative Therapie“ fasst man Behandlungsmethoden zusammen, die nicht denen der Schulmedizin entsprechen und deren Wirksamkeit nicht gesichert ist. Einige dieser Behandlungsmethoden können tatsächlich eine vorübergehende oder anhaltende Verbesserung des Gesundheitszustandes bewirken. Andere Methoden helfen und schaden nicht, sie sind, was die Atemwegserkrankung anbelangt, gewissermaßen neutral. Es gibt aber auch Maßnahmen, die schaden anstatt zu helfen. Wenn Sie eine der alternativen Therapieformen ausprobieren, sollten Sie unbedingt Ihre mit dem behandelnden Arzt vereinbarten Behandlungen weiter durchführen und die von ihm verordneten Medikamente auch weiterhin einnehmen. Sie sollten aber auch Ihren behandelnden Arzt darüber informieren.
Alveolen Lungenbläschen Die Alveolen sitzen am Ende der feinsten Verzweigungen der Bronchien, der Bronchiolen und sind das Ende des fein verästelten Bronchialbaums. Die Alveolen/Lungenbläschen sehen wie die winzigen Beeren einer Weintraube aus oder wie kleine elastische Schaumbläschen. In den Alveolen findet der Gasaustausch zwischen der Außenwelt — vertreten durch die Lunge — und dem Körper — vertreten durch ganz feine Äderchen, die die Alveolen umschließen — statt. Den eingeatmeten Sauerstoff nehmen diese kleinen Blutgefäße (Kapillaren) auf und bringen ihn über das System der Adern zu allen Zellen des menschlichen Körpers. Das Kohlendioxyd, das im Körper im Rahmen der Stoffwechselvorgänge entsteht, geben die Kapillaren an die Alveolen ab, damit es ausgeatmet wird.
Alveolitis Entzündliche Erkrankung der Lungenbläschen / Alveolen.
Ambulante Rehabilitation s. Rehabilitation
Ampelsystem Als Ampelsystem bezeichnet man eine vom Patienten selbst durchzuführende Überwachungsmethode der Einstellung der Atemwegserkrankung mit dem Peakflow-Meter. Dabei misst der Patient seinen Peakflow regelmäßig (morgens) und ermittelt so die aktuellen Werte. Mit seinem Arzt hat er vorher vereinbart, . welcher Wert sein persönlicher Bestwert ist . und was beim Abweichen vom Bestwert zu tun ist. Liegt der gemessene Wert bei 80 - 100 % des Bestwertes, ist alles o.k.: die Ampel zeigt grün. Liegt der gemessene Wert bei 50 - 80 % des Bestwertes, ist Achtung geboten: die Ampel zeigt gelb. Der Patient sollte jetzt das tun, was er mit seinem Arzt vereinbart hat, z.B. Erhöhung der Medikamentendosis. Liegt der gemessene Morgenwert unter 50 % des Bestwertes, steht ein Notfall bevor: die Ampel zeigt rot. Jetzt soll der mit dem Arzt vereinbarte Notfallplan zum Einsatz kommen.
Analgetika Eine Reihe von Schmerzmitteln — sie können bei empfindlichen Personen beim Asthma bronchiale als Auslöser eines Asthmaanfalls (Atemnot) eine Rolle spielen — so z. B. Acetylsalicylsäure.
Anamnese die Erhebung der medizinischen Vorgeschichte und aktuellen Befindlichkeit eines Patienten, meist durch einen Arzt.
Neben Fragen, die der Arzt je nach Symptomen bzw. deren Zugehörigkeit zu einer medizinischen Fachrichtung auf das betroffene Organsystem gewichtet stellt, gehört zu einer Anamnese eine umfassende körperliche Untersuchung (z.B. Neurologisch: Reflexe - Erkrankungen des ZNS (zentrales Nervensystem), Dermatologisch: Hauterkrankungen - Geschlechtskrankheiten, Chirurgisch: Brüche - Bandverletzungen, Internistisch: Lungenerkrankungen - Herzerkrankungen - Magen-Darmerkrankungen usw.)
Sinn einer ausführlichen Anamnese bei nicht klarer Grunderkrankung ist die Einschränkung möglicher Erkrankungen mit diesen oder ähnlichen Symptomen (Differentialdiagnosen) auf eine überschaubare Anzahl, um nach der nun folgenden Diagnostik eine definitive Diagnose stellen zu können.
Bei der Anamnese werden Fragen ähnlich diesen gestellt:
Welche Beschwerden haben Sie ?
Wie lange haben Sie diese Beschwerden ?
Haben die Beschwerden zugenommen ?
Welche sonstigen Vorerkrankungen haben Sie ?
Welche Medikamente nehmen Sie ein ?
Man unterscheidet somatische, psychische und soziale Anamnese, die jeweils in ihrer Gesamtheit gesehen werden müssen.
Anaphylaxie Eine allergische Reaktionsform, die sich im Inneren des Körpers, insbesondere in der Blutbahn, abspielt. Auslöser sind durch vorangegangene Sensibilisierung gebildete Antikörper
Anaphylaktischer Schock Der anaphylaktische Schock ist die schwerste Form einer allergischen Reaktion, bei der der gesamte Organismus betroffen ist.
Anaphylaktische Reaktion Eine anaphylaktische Reaktion beginnt mit Symptomen am ganzen Körper. Vorzeichen sind:
Hautrötungen,
Kribbeln im Mund, Handflächen, Kopfhaut oder Genitalien
Es folgen :
Schwindel
Übelkeit und Erbrechen
Herzjagen und
laufende Nase.
Dann tritt oft eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur auf, die sich in einer akuten Atemnot äußert. Schließlich kann es zu lebensbedrohlichem Blutdruckabfall, Atem- und Kreislaufstillstand kommen.
Antibiose Behandlung mit Antibiotika (z.B. durch Infusion).
Anstrengungsasthma Auftreten von Asthmasymptomen bei und nach körperlicher Belastung, verbunden mit Atemnot. Es wird auch Belastungsasthma genannt.
Antiallergika Gegen die Allergie wirkende Mittel. Die Antiallergika verhindern den Beginn einer allergischen Reaktion oder blockieren deren Ablauf. Allerdings müssen Antiallergika regelmäßig eingenommen werden, auch wenn Atemnotbeschwerden nicht zu spüren sind, da sie nur „vorbeugend“ wirken. Bei bereits bestehender, also akuter Atemnot helfen sie nicht mehr.
Antibiotika Eine Reihe verschiedener Substanzen, die sowohl natürlichen Ursprungs sind als auch synthetisch hergestellt sein können. Antibiotika zerstören Bakterien und verhindern ihre Ausbreitung im Organismus. Antibiotika wirken mehr oder weniger stark auf Bakterien, nicht jedoch auf Viren. So kann mit einer Antibiotika-Therapie auch nicht eine Erkältung, die auf einer Virus-Infektion basiert, bekämpft werden. Es kann aber eine sog. bakterielle „Superinfektion“ behandelt werden, wenn sie zur einer Erkältung komplizierend hinzutritt. Antibiotika können verhindern, dass aus einer Erkältung eine eitrige Bronchitis wird und sich dadurch die Erkrankung eines Asthmatiker oder eines chronischen Bronchitikers immer weiter verschlechtert. Bitte beachten: Antibiotika müssen immer nach den vom Arzt verordneten Vorschriften eingenommen werden — auch noch über das Abklingen des eventuell vorhandenen Fiebers hinaus.
Anticholinergika Substanzen, die ebenfalls Atemwegs erweiternd wirken, die die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur lösen und die übermäßige Schleimproduktion mindern. Sie werden sehr oft bei der chronisch obstruktiven Bronchitis mit oder ohne Emphysem (COPD), aber auch bei Asthma bronchiale eingesetzt.
Antigen Bezeichnung für jede Substanz, die vom Immunsystem als fremd erkannt wird.
Antigen—Antikörper—Reaktion Ist der Abwehrmechanismus des menschlichen Organismus gegen fremde Substanzen, z.B. Bakterien.
Antihistaminika Antihistaminika lindern die akuten Symptome sehr schnell und haben einen positiven Einfluss auf das gesamte allergische Geschehen. Die Wirkung beruht auf der Hemmung des Histamins, des wichtigsten Verursachers von Juckreiz. Außerdem hemmen Antihistaminika zusätzlich die entzündungsauslösenden Substanzen (Mediatoren).
Antikörper Abwehrstoffe des Körpers, die Bestandteil des Abwehrmechanismus des Organismus sind. Durch eine Antigen-Antikörper-Reaktion machen sie Fremdkörper — wie Allergene oder Bakterien — die in den Organismus eingedrungen sind, unschädlich.
Anti-Leukotriene Substanzen, die entzündungshemmend und atemwegserweiternd wirken. Anti-Leukotriene können bei leichtem bis mittelschwerem Asthma bronchiale in Ergänzung zu anderen Medikamenten eingesetzt werden. Sie eignen sich besonders gut zur Behandlung des sog. „Anstrengungsasthmas“, des durch Arzneimittel (z.B. Aspirin®) ausgelösten Asthmas sowie des kindlichen Asthmas.
Antitussiva Substanzen, die geeignet sind, den Husten zu stillen.
Apnoe Atemstillstand, Atemlähmung
Artenolen Extrem kleine Blutgefäße (Arterien)
Arzneimittel—Asthma Überempfindlichkeitsreaktionen mit Asthmasymptomen bei der Anwendung bestimmter Schmerz- und Rheumamittel (z.B. Acetylsalycilsäure). Die gleiche Reaktion kann durch Kontrastmittel ausgelöst werden.
Asbestose Asbestose ist eine Erkrankung mit Veränderungen des Gewebes der Lunge, die durch das Einatmen von Asbest hervorgerufen wird. Sie macht sich durch Vernarbungen bemerkbar, die im Zuge der Entzündungsreaktionen entstehen - ausgelöst durch eingeatmete Asbestfasern. Patienten mit Asbestose haben ein erhöhtes Lungenkrebsrisiko.
Asthma bronchiale Das Wort „Asthma“ hat seinen sprachlichen Ursprung im Griechischen und bedeutet in etwa „Keuchen“ oder „schweres Atmen So beschreibt der Begriff bereits, was als Folge der mit dem Asthma bronchiale verbundenen Atemnot für jeden hörbar ist. Die Ursache des Asthma bronchiale ist eine dauerhafte — also chronische — Entzündung der Bronchialschleimhaut. Die entzündete Schleimhaut reagiert auf die verschiedensten Reize überempfindlich und löst so die mit dem Asthma bronchiale einhergehenden Beschwerden aus. Man spricht in diesem Zusammenhang von einem hyperreagiblen (= überempfindlichen) Bronchialsystem. Beschwerden — wie z.B. die anfallsweiße Atemnot— können beim Asthma bronchiale nicht nur durch Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben und andere Allergene (allergisches Asthma), sondern auch durch Auslöser wie Zigarettenrauch, Smog, Küchendämpfe, Lösungsmittel bei Farben, eingeatmetem Essig, Nebel, Kälte und Anstrengungen sowie Stress (nicht-allergisches Asthma) verursacht werden „Giemen“ und „Keuchen“ sind die Folgen eine‘ enger werdenden Bronchialsystems. Dessen innerer Durchmesser verringert sich durch
. Verkrampfung der Bronchialmuskulatur . Schwellung der Bronchialschleimhaut . vermehrte Bildung eines zähen Bronchialschleims, der sich nur schwer abhusten lässt
Asthma cardiale Das sog. „Herzasthma“ beruht auf einer Funktionsstörung der linken Herzhälfte infolge eines Rückstaus des Blutes in den beiden Lungenflügeln. Ursache dafür ist die schwache Pumpleistung des Herzens. Dadurch kommt es zu Atemnot und zum Husten. Atemnot und Husten können also nicht nur durch eine Atemwegs- und Lungenerkrankung sondern auch durch eine Funktionsstörung des Herzens und durch weitere Ursachen ausgelöst werden Daran zeigt sich, wie wichtig eine gründliche ärztliche Untersuchung bei Husten und Atemnot ist.
Asthma—Diäten Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist jedem anzuraten. Eine spezielle Asthma-Diät gibt es nicht. Bei Patienten mit allergischem Asthma und Nahrungsmitteltunverträglichkeit spielt jedoch die Ernährung eine große Rolle. Manche Patienten bekommen nach dem Verzehr von Nüssen Atemnot. Birkenpollenallergiker vertragen oft keine rohen Äpfel und kein Steinobst. Eine Beifußallergie kommt häufig zusammen mit einer Allergie gegen Sellerie, Karotten und Spargel vor. Bei gesicherter Sensibilisierung gegen bestimmte Lebensmittel kann es lebenswichtig sein, diese Lebensmittel zu meiden.
Asthmasymptome Das Asthma ist vor allem gekennzeichnet durch anfallsweiße auftretende Atemnot und pfeifendes Atemgeräusch. Hinzu können Husten und Auswurfkommen. Beginnendes Asthma bronchiale macht sich häufig — vor allem bei Kindern — durch nächtlichen Husten bemerkbar.
Asthmatagebuch Das Asthmatagebuch dient dem Eintrag der gemessenen aktuellen Peakflow- Werte. Neben diesen Werten sollen aber auch andere Besonderheiten ins Asthmatagebuch eingetragen werden, wie z.B.
persönliche Beschwerden (Husten, Auswurf Atemnot)
Einsatz des Notfallsprays
Besonderheiten - wie nächtliche Atemnot
andere Besonderheiten - wie Bronchialinfekt, Fieber, verfärbter Auswurf
asthmatoid asthmaähnlich, z.B. asthmatoide Bronchitis
Atemerleichternde Körperhaltungen Es gibt ganz bestimmte Körperhaltungen oder Körperstellungen, die das Atmen erleichtern. Die Bekanntesten sind dabei:
Seitenlage im Bett, auf der Liege oder Couch,
Kutschersitz, wobei man im Sitzen die Unterarme auf die etwas gespreizten Oberschenkel legt,
Reitsitz, wobei man rittlings auf einem Stuhl sitzt und die Arme auf die Stuhllehne legt,
Torwarthaltung, wobei man sich breitbeinig hinstellt, den Oberkörper vorbeugt und die Hände auf den Oberschenkel legt und den Körper so abstützt,
Abstützen im Stehen, wobei man sich mit einer Hand an einer Wand oder an einem Baum leicht abstützt.
Atemfrequenz Anzahl der Atemzüge pro Minute. Ein Atemzug umfasst eine Ein- und Ausatmung.
Atemgymnastik umfasst eine große Anzahl von Übungen zur Verbesserung der Atmung. Bei Atemwegs- und Lungenerkrankungen — wie Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Bronchitis mit und ohne Emphysem (COPD) — ist die aktive Mitarbeit der Patienten wichtig. Dazu gehört, dass der Patient richtig, d.h. physiologisch richtig atmet. Dafür sollte die gesamte Atemmuskulatur regelmäßig trainiert sowie die Zwerchfell(Bauch-) Atmung, Brustatmung und Flankenatmung bewusst geübt werden. Darüber hinaus sollten atemerleichternde Techniken! Körperhaltungen eingeübt werden. Für COPD Patienten ist es zusätzlich wichtig, dass sie Übungen erlernen, die geeignet sind, das gestaute Bronchialsekret besser abzuhusten (Klopfmassage/Lagerungsdrainage).
Atemhilfsmuskulatur Das sind bestimmte Muskeln des Brustkorbs, die eine erschwerte Atmung (mechanisch) unterstützen können. Für die normale Atmung sind die Intercostalmuskulatur und das- Zwerchfell verantwortlich.
Atemmuskeltraining Die Atemhilfsmuskulatur unterstützt die Atmung. Es ist sinnvoll, diese Muskulatur zu trainieren, um im Notfall mehr Kraft zum Atmen zu haben. Dies kann durch
Drehen des Oberkörpers
Rückenübungen (z.B. Abrubbeln des Rückens mit einem Handtuch)
Rumpfbeugen geschehen.
Außerdem kann isometrisches Training hilfreich beim Aufbau der Atemhilfsmuskulatur sein.
Atemnot Atemnot gehört wie der Schmerz zu den elementaren Empfindungen des Menschen. Atemnot ist immer subjektiv. Es handelt sich dabei um das Missempfinden einer erschwerten Atmung eines einzelnen Menschen; es ist auf andere nicht zu übertragen. Atemnot ist ein subjektives Gefühl, es kann nur erfragt, aber nicht gemessen werden. Mögliche Ursachen von Atemnot:
Atemwege: Asthma bronchiale, COPD, gutartige und bösartige Tumore (Lungenkrebs/Bronchialkarzinom)
Lungengewebe: bakterielle und virale Pneumonien (Lungenentzündungen oder Tuberkulose), Lungenfibrosen (z.B. die sog. Staublunge), Lungenemphysem
Lungengefäße: Lungenembolie
Rippenfell: Entzündungen und Vernarbungen, Pneumothorax
Herz: Leistungsminderung des Herzmuskels nach Herzinfarkt, bei Hochdruck, Herzklappenfehlern, Rhythmusstörungen
Psyche: Hyperventilationssyndrom (Hyperventilation) bei Angst, Schmerz oder Stress.
Atemnotanfall Anfallsweise auftretende Atemnot, die von leichten bis schweren Beschwerden reichen kann.
Atemstoßtest Ein Test, der die Sekundenkapazität misst (Lungenfunktionsprüfungen). Dabei wird die Luftmenge gemessen, die bei kräftiger Ausatmung in einer Sekunde ausgeatmet/ausgestoßen werden kann. Der Wert ist bei Asthma bronchiale und bei chronisch obstruktiver Bronchitis durch die Verengung der Bronchien vermindert.
Atemtechniken Die bekannteste Atemtechnik bei beginnender Atemnot ist die sog. „Lippenbremse Sie verhindert das Zusammenfallen der Atemwege. Die Lippenbremse setzt den Atemwiderstand herab und erleichtert die Ausatmung.
Legen Sie die Lippen beim Ausatmen so übereinander, dass die Luft nur durch einen schmalen Spalt entweichen kann.
Lassen Sie ganz langsam die Luft ausströmen. Dabei sollten Sie die Wangen nur leicht blähen und die Luft langsam ausatmen - nicht herauspressen.
Die Einatemtechnik dient der Erweiterung der Atemwege.
Atmen Sie extrem langsam und tief ein.
Halten Sie anschließend die Luft für einige Sekunden an.
Atemtherapie Der Atem greift tief in das körperliche, seelische und geistige Geschehen des Menschen ein und reagiert auf alle inneren und äußeren Einflüsse. Im Mittelpunkt der Atemtherapie steht das Erleben des Atmens. Durch Dehnungen, Bewegungen, Tönen von Vokalen, innere Achtsamkeit und über Druckpunkte werden der Atem angeregt und die Atembewegung erweitert. Auf diese Weise soll der Atem bewusst erfahren und als Lebenskraft erlebt werden. Die Atemtherapie ist eine Möglichkeit, Fehlformen und Blockierungen der Atmung zu überwinden und den eigenen Atemrhythmus zu entdecken.
Atemwegsobstruktion Verengung des Bronchialsystems durch Krampf der Bronchialmuskulatur, Schleimhautschwellung, Verlegung durch zähen Schleim, Fremdkörper.
Atemzugvolumen Das Atemzugvolumen eines Erwachsenen beträgt in Ruhe zwischen 0,4 und 0,6 Liter.
Atopie Mit Atopie wird in der Medizin eine überschießende Immunantwort bezeichnet, die zwar fremde Antigene zerstört, aber auch den eigenen Körper schädigt.
Auskultation Abhören mit einem Stethoskop (Hörrohr) der im Körper entstehenden Geräusche. Bei der Auskultation der Lunge nimmt man Atmungsgeräusche bzw. Rassel- und Reibegeräusche wahr.
Auswurf Auswurf nennt man den beim Husten ausgespuckten Schleim. Andere Bezeichnungen dafür sind: Sekret, Bronchiolsekret oder Sputum. Das Bronchialsystem von Patienten mit Asthma bronchiole, vor allem aber von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis produziert wesentlich mehr Schleim als dies bei Gesunden der Fall ist. Der Schleim ist in aller Regel auch noch extrem zähflüssig. Für die Betroffenen ist es oft sehr anstrengend, das Bronchialsystem von dem Sekret zu befreien. Lagerungsdrainage und eine entsprechende Hustentechnik können dabei helfen.
Aut-Idem Aut idem kommt aus dem Lateinischen und lässt sich am besten mit den deutschen Worten: "Oder das Gleiche" übersetzen. Neu ist nun, dass Ihnen Ihre Apothekerin oder Ihr Apotheker aufgrund der ärztlichen Verordnung ein preisgünstigeres Arzneimittel aussucht, das "exakt den gleichen Wirkstoff, exakt die gleiche Wirkstärke, die richtige Darreichungsform und natürlich die gleiche Packungsgröße" haben muss,
Autogenes Training Das autogene Training ist eine Methode zur Selbstentspannung. Durch einfache, leicht erlernbare Übungen wird ein intensives Gefühl für den eigenen Körper erreicht. So kann es zu einer bewussten Beeinflussung der körperlichen Funktionen im Sinne von Entspannung kommen. Die Selbstentspannung wirkt auf Muskulatur (Schwereempfindung) und auf das Gefäßsystem des Körpers (Wärmeempfindung) ein. Darüber hinaus führt das autogene Training zu positiven Veränderungen im seelischen Bereich, z.B. bei Konzentrationsstörungen, Lernschwierigkeiten und Schlafstörungen. Durch regelmäßige tägliche Übungen kann sichergestellt werden, dass die erlernten Verhaltensweisen — selbst in kritischen Situationen angewendet — Erfolge erzielen, z.B. durch entspanntes Atmen, was dazu beitragen kann, einen Atemnotanfall ganz zu vermeiden oder mindestens erheblich abzuschwächen. Autogenes Training kann helfen, psychische Faktoren — die niemals alleinige Ursache des Asthma sind, aber durch Stress und Angst Auslöser akuter Atemnot sein können — besser in den Griff zu bekommen. Es ersetzt die medikamentöse Therapie jedoch nicht.
Autohaler Der Autohaler ist ein lnhalationssystem, bei dem die Freigabe der Substanz aus dem Dosieraerosol allein durch das Einatmen erfolgt. Es muss also nicht darauf geachtet werden, dass der Druck auf das Dosieraerosol und die Einatmung zur gleichen Zeit erfolgen: Man setzt den Autohaler einfach an den Mund, umschließt das Mundstück mit den Lippen und atmet langsam und möglichst tief ein — schon wird die Substanz freigesetzt.
B
Bachblüten (benannt nach Edward Bach 1886 — 1936) Voll entfaltete Blüten wild wachsender Pflanzen werden morgens gepflückt und in Quellwasser gelegt. Beginnen sie zu welken, werden sie am Stiel heraus gepflückt. Die verbleibende Flüssigkeit wird mit Alkohol oder Wasser verdünnt und tropfenweise vom Patienten eingenommen. Wissenschaftliche Studien über den Erfolg der Therapie gibt es nicht.
Bakterien Kleine einzellige Lebewesen, die verantwortlich für bakterielle Infekte sind
Bambuterol Substanzbezeichnung für ein bronchialerweiterndes Mittel (Beta-Sympathomimetikum, Betamimetikum) mit länger anhaltender Wirkung, das in Tablettenform im Handel ist.
Basisdiät Methode, die verwendet wird, um bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie das verursachende Allergen herauszufinden. Dazu erhält der Patient im ersten Schritt eine allergenarme Basisdiät, die dann Schritt für Schritt durch weitere Nahrungsmittel ergänzt wird - bis die allergischen Reaktionen beobachtet werden. Dadurch ist das zuletzt hinzugekommene Nahrungsmittel als Allergieverursacher identifiziert.
Basistherapie Mit der Dauermedikation (= Basistherapie) werden die entzündlichen Vorgänge beim Asthma behandelt und eine langfristige Bronchialerweiterung sichergestellt
Basistherapeutika Medikamente, die für die Basistherapie geeignet sind. Man nennt sie beim Asthma auch Controller.
Basophile Weiße Blutkörperchen, an deren Oberfläche spezifische Antikörper haften und die Substanzen absondern, die eine allergische Reaktion auslösen.
Bauchatmung Eine Atemtechnik, bei der zur Einatmung da Zwerchfell als wichtigster Muskel eingesetzt wird. Bei der Atemgymnastik lernt man u.a. diese Form der Atemtechnik
Becherzellen Schleimbildende Zellen in der Bronchialschleimhaut.
Beclometason Ein Corticosteroid, das als Dosieraerosol und als PulverinhalationVerwendung findet und das als Basistherapeutikum zur Behandlung der Entzündung der Bronchialschleimhaut beim Asthma bronchiale eingesetzt wird.
Bedarfsmedikation Einnahme eines bestimmten Medikaments nur bei Bedarf, d.h. bei akuter Atemnot; in der Therapie des Asthma bronchiale sind dies Medikamente, die schnell die Atemwege erweitern, insbesondere Beta-Sympathomimetika.
Belastungsasthma Auftreten von Asthmasymptomen bei körperlicher Belastung - verbunden mit Atemnot. Man nennt es auch Anstrengungsasthma.
benigne gutartig
Berufsasthma Bezeichnung von Asthma bronchiale, das durch die besonderen Gegebenheiten im Beruf hervorgerufen wird (z.B. Mehlstaub beim Bäcker, Holzstaub beim Tischler, Lösungsmittel der Farbe beim Maler, Lötdämpfe beim Elektriker).
Beta—Adrenergika s. Adrenergika
Beta-(Rezeptoren—)Blocker Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck und Herzerkrankungen, die allerdings als Nebenwirkung eine Verkrampfung der Bronchien bewirken können. Deshalb sollten sie bei Asthmatikern nicht und bei Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis nur nach Risikoabwägung zum Einsatz kommen.
Betamimetika Sammelbegriff für Substanzen, die den Puls beschleunigen und die Bronchien erweitern. Andere Begriffe dafür sind: Sympathomimetika bzw. Adrenergika. Adrenergika / Betamimetika gibt es als schnell / kurz wirkendes Spray oder als Pulver (= Notfallspray), aber auch als langwirkendes Spray oder Pulver. Darüber hinaus gibt es Adrenergika / Betamimetika als Tabletten, auch als sog. Retard-Tabletten. Das sind Tabletten, deren Wirkung lange anhält. Adrenergika / Betamimetika werden bei der Behandlung des Asthma bronchiale und der COPD eingesetzt.
Beta—Sympathomimetika s. Adrenergika
BGA s. Blutgasanalyse
Bildgebende Verfahren So bezeichnet man zusammenfassend z.B. Röntgenuntersuchungen, Computertomographie und Ultraschall.
Biopsie Entnahme von Gewebe am Lebenden zur mikroskopischen Untersuchung. Die Entnahme kann z.B. anlässlich einer Endoskopie/Bronchoskopie erfolgen
Bioresonanz Krankmachende Schwingungen sollen durch einen Apparat dem Körper entzogen und in gereinigter Form zurückgegeben werden. Weit verbreitet ist das BICOM-Gerät. Auf gleichem Prinzip beruhen die Mora- und Multiresonanz Therapien. Die Methoden können angeblich fast alle Krankheiten beeinflussen. Positive Effekte auf das Asthma sind nicht nachgewiesen. An der Universität Wien wurde geprüft, ob durch Bioresonanz Allergien entdeckt werden können. Die Rate der Fehidiagnosen betrug 63% Die Gefahr besteht darin, dass den Patienten Sicherheit und eine therapeutische Wirksamkeit vorgegaukelt werden und dadurch wirklich notwendige Behandlungsmaßnahmen unterbleiben, bzw. unnötige Maßnahmen durchgeführt werden (Nahrungskarenz, Entstaubung).
Blutgasanalyse Messung von Sauerstoff und Kohlendioxid im arteriellen Blut — sollte bei Patienten mit schwerer COPD und evtl. bei Asthma bronchiale durchgeführt werden. Dazu wird ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen und in einem Automaten untersucht. Abkürzung für Blutgasanalyse: „BGA“
Bodyplethysmograph (Body) Die Ermittlung des Atemwegswiderstandes und der Lungenkapazität mittels „Body ist die beste und genaueste Methode zur Bestimmung der Lungenfunktion eines Patienten. Dafür begibt sich der Patient in eine geschlossene, gläserne Messkammer, die an eine Telefonzelle erinnert, und atmet durch ein Rohr, das mit einem Aufzeichnungs- und Analysegerät außerhalb der Messkammer verbunden ist. Die Bodyplethysmographie wird vor allem in Lungenfacharztpraxen und in lungenärztlich ausgerichteten Kliniken/Ambulanzen durchgeführt.
Bodyplethysmographie Untersuchungsmethode mit dem Bodyplethysmograph
Botenstoffe Das sind Substanzen, die z.B. aus der Mastzelle freigesetzt werden, wenn das Bronchialsystem mit Fremdkörpern oder Bakterien in Berührung kommt. Die bekanntesten Botenstoffe sind das Histamin und die Leukotriene.
Bronchialbaum Man spricht von einem Bronchialbaum, weil das Branchialsystem mit der Luftröhre (Trachea) den Stammbronchien, Lappenbronchien, Segmentbronchien und den immer feiner werdenden Verästelungen bis hin zu den Bronchiolen und den Lungenbläschen (Alveolen) wie ein auf den Kopf gestellter Baum aussieht.
Bronchiale Hyperreaktivität Die Verengung der Atemwege auf Atemluft-Reize
Bronchialinfekt Bei Bronchialinfekten handelt es sich um Erkrankungen, die durch Viren oder Bakterien verursacht werden. Gerade bei Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis oder mit Bronchiektasen treten solche Bronchialinfekir relativ häufig auf. Sie sind mit „harmlosen Erkältungen‘ nicht zu vergleichen und sie schädigen das bereits geschädigte Bronchialsystem immer weiter, so dass dadurch eine permanente Verschlechterung des Bronchial leidens verursacht wird.
Bronchialkarzinom (Lungenkrebs) (Abkürzung: Bronchial-Ca) ist die fachgerechte Bezeichnung für den sog. Lungenkrebs. Es handelt sich dabei um eine bösartige Geschwulst ausgehend von den Bronchien. Hauptursache ist das langjährige Zigarettenrauchen. Demgegenüber sind arbeitsplatzbezogene oder umweltbedingte Schadstoffe, wie z.B. Asbest, sehr viel seltener Auslöser eines Bronchialkarzinoms.
Bronchialmuskelkrampf Darunter versteht man das Zusammenziehen der Bronchialmuskulatur, z.B. durch Allergene oder durch Reizstoffe ausgelöst. Er führt zur Verengung der Atemwege und zur Atemnot.
Bronchialmuskulatur Aufgebaut aus Muskelzellen, die in der Bronchialwand lokalisiert sind und die eine Verengung der Bronchien bewirken, wenn sie sich verkrampfen.
Bronchialschleim Eine weitere Bezeichnung für Auswurf, Mucus, Schleim, Sekret, Sputum
Bronchialschleimhaut Die Bronchien sind mit einer sehr zarten, empfindlichen Schleimhaut ausgekleidet. Auf der Bronchialschleimhaut befindet sich das Flimmerepithel mit den sog. Flimmerhärchen, die als Transportsystem (Fließband) fungieren und Fremdkörper — in Bronchialschleim verpackt - aus dem Bronchialsystem hinaus befördern. Unterhalb der Schleimhaut im Bindegewebe der größeren Bronchien befinden sich Muskelzellen, die das Bronchialsystem in der Regel offen halten. Nur bei Reaktionen, die zum Muskelkrampfführen, ziehen sich diese Muskeln zusammen und engen die Bronchien ein — es entsteht Atemnot. Die Schleimhaut enthält auch die schleimbildenden Becherzellen, Schleimdrüsen, aber auch Mastzellen und ggf. Entzündungszellen.
Bronchialsekret s. Schleim, Sputum, Mucus
Bronchialsystem s. Bronchialbaum
Bronchiektasen Meistens irreversible (= nicht rückgängig zu machende) Erweiterungen/Ausbuchtungen der Bronchialäste) mit Neigung zu Schleimstau und Infektionen.
Bronchien Aus der Luftröhre sich verzweigende Hauptäste (Stammbronchien), die sich im sog. Bronchialbaum immer stärker verzweigen bis hin zu den Bronchiolen, an deren Ende die Lungenbläschen (Alveolen) sitzen. Über die Bronchien wird die sauerstoffreiche Luft über die Verzweigungen zu den Lungenbläschen (Alveolen) geleitet und die kohlendioxidreiche Luft on den Alveolen aus dem Körper heraustransportiert das heißt die „verbrauchte“ Luft wird ausgeatmet und „frische“ Luft eingeatmet.
Bronchiolen sind die kleinsten Abzweigungen der Bronchien im Bronchialbaum, an deren Ende die Lungenbläschen (Alveolen) sitzen.
Bronchiolitis Es handelt sich bei der Bronchiolitis um die Entzündung der Bronchiolen.
Bronchitis Bei der Bronchitis handelt es sich um eine Entzündung der Bronchien. Bei den Bronchitiden unterscheidet man die .akute Bronchitis . chronische Bronchitis . chronisch obstruktive Bronchitis . Die akute Bronchitis wird gemeinhin als „Erkältung“ oder „Infekt“ bezeichnet. Tritt die „akute Bronchitis“ gehäuft auf, so kann das bereits der Einstieg in eine „chronische Bronchitis“ sein und sollte Anlass zur fachärztlich- pneumologischen Konsultation sein. Wehret den Anfängen. . Die chronische Bronchitis: Das Rauchen ist mit Abstand die häufigste Ursache der chronischen Bronchitis. Weitere Ursachen: Jahrelanges Einatmen von Rauch, Staub, Dämpfen (am Arbeitsplatz), extreme Umweltverschmutzung (z.B. durch Schwefeldioxid, oder feine Staubpartikel, wie in manchen Gebieten der DDR vor der Wende). Die chronische Bronchitis ist gekennzeichnet durch anhaltenden, chronischen Husten, aber auch durch eine vermehrte Produktion von Bronchialschleim und durch im jahrelangen Verlauf sich verschlimmernde Atemnot. Der sog. „Raucherhusten“, der beim starken Raucher zu beobachten ist, dient dazu, das Bronchialsystem vom Schleim zu befreien, da die feinen Flimmerhärchen, die normalerweise diese Aufgabe auch ohne Husten bewältigen, zugrunde gegangen sind. Der Patient mit chronischem Husten sollte nach Absprache mit seinem Hausarzt einen Lungenfacharzt aufsuchen und eine entsprechende Abklärung anstreben. Die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) entwickelt sich bei einem — beachtlichen — Teil der chronischen Bronchitiker. Es kommt zu einer Engerstellung (Obstruktion) der Atemwege, wodurch diese Patienten zunehmend an Atemnot leiden. Die Verschlechterung ist schleichend und fortschreitend. So zeigt sich die Atemnot zuerst bei starker körperlicher Belastung (Treppensteigen) später dann aber auch schon bei leichteren körperlichen Tätigkeiten (bei normalem Gehen). Viele Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis bagatellisieren ihre Atemnot und führen sie z.B. auf das zunehmende Alter oder auf das Körpergewicht zurück. In den seltensten Fällen wird die chronisch-obstruktive Bronchitis als Ursache für die schleichende Verschlechterung der körperlichen Belastbarkeit und die von Jahr zu Jahr sich verstärkende Atemnot gesehen. Unbehandelt tritt der Tod der Patienten mit dieser Erkrankung durchschnittlich 10 Jahre früher ein als bei Menschen mit einer gesunden Lunge. Die chronisch obstruktive Bronchitis und die daraus resultierenden Folgeerkrankungen (wie die „respiratorische Insuffizienz“ und das „Corpulmonale finden sich als eine der Haupttodesursachen in den Statistiken.
Bronchoalveoläre Lavage (BAL) Hierbei handelt es sich um die Gewinnung von Spülflüssigkeit mit ausgewaschenen Zellen aus den Lungenbläschen, die im Labor untersucht werden. Auf diese Weise lassen sich bestimmte Lungengewebserkrankungen feststellen.
Bronchodilatator Ein Medikament, dessen Wirkung auf einer Erweiterung der Bronchien und Bronchiolen beruht. Kurzwirksame Bronchodilatatoren.... ...werden zur Linderung von Symptomen unmittelbar bei ihrem Auftreten eingesetzt. Diese Medikamente haben üblicherweise einen raschen Wirkungseintritt, die Wirkung hält aber im Vergleich zu den langwirksamen Bronchodilatatoren nur kurze Zeit an. (4-6 Stunden) Langwirksame Bronchodilatatoren... haben eine lange Wirkdauer (12-24 Stunden) und sind für die Langzeitbehandlung bestimmt, während kurzwirksame Bronchodilatatoren Symptome kurzfristig und direkt bei Ihrem Auftreten lindern sollen.
Bronchopneumonie Pneumonie/Lungenentzündung
Bronchopulmonale Dysplasie (BPD) Chronische Lungenerkrankung mit unterschiedlichen Schweregraden. Sie entwickelt sich überwiegend bei Frühgeborenen, die über längere Zeit künstlich beatmet werden mussten. Häufig bestehen die Symptome einer BPD nur vorübergehend, bei einigen Kindern jedoch für mehrere Monate oder sogar Jahre. Durch die Lungenkrankheit kann es zu einer Überlastung des Herzens (rechte Herzkammer) kommen. Dies führt insgesamt zu einer verminderten Belastbarkeit der Kinder.
Bronchoskop Dünnes, biegsames, schlauchartiges lnstrument mit einer Optik an der Spitze des Gerät, das in die Luftröhre und die Bronchien eingeführt wird und auf diese Weise eine Untersuchung des Bronchialsystems ermöglicht. Bei Bedarf können mit dem Bronchoskop auch Gewebeproben oder Schleim dem Bronchialsystern entnommen und die Bronchoalveoläre Lavage (BAL) durchgeführt werden. Selten werden für bestimmte Untersuchungen noch starre Rohre (starre Bronchoskopie, stets in Narkose) verwendet.
Bronchoskopie Untersuchung des Bronchialsystems mittels eines Bronchoskops.
Bronchospasmolyse bedeutet die Lösung (Lyse) von Krämpfen (Spasmen) in den Bronchien. Zur Bronchospasmolyse werden bestimmte Medikamente verwendet, die man Bronchospasmolytika nennt.
Bronchospasmolytikum ist ein Medikament, das einen Muskelkrampf (Spasmus) in den Bronchien löst (Lösung = Lyse). Es lassen sich drei Gruppen unterscheiden: . Beta—Adrenergika bzw. Betamimetika Die Substanzen ahmen die Wirkungsweise des körpereigenen Hormons Adrenalin nach. Adrenalin ist die am stärksten bronchialerweiternde Körpersubstanz. Adrenalin hat weitere Wirkungen: Es verursacht z.B. Herz klopfen, Zittern, Aufregung etc. Heute gibt es vom Adrenalin abgeleitete Medikamente, die selektiver, vorwiegend nur auf die Bronchien wirken: Beta-Adrenergika mit kurzer (2-4 Stunden) und langer (bis zu 12 Stunden) Wirkungsdauer, als Dosieraerosol oder Pulverinhalation. Außerdem gibt es länger wirkende Beta- Adrenergika in Tablettenform. .Anticholinergika sind ebenfalls Bronchospasmolytika Sie werden heute als Dosieraerosole und als Pulverinhalation angeboten. Seit neustem gibt es Anitcholinergika, die nur einmal pro Tag verabreicht werden müssen. .Ein dritter Wirkstoff mit bronchialerweiternder Wirkung ist das Theophyllin, das unter den verschiedensten Bezeichnungen in retardierter Tablettenform und als sofort wirksame Lösung (Tropfen) für Notfälle im Handel ist. Die krampflösende Wirkung ist allerdings schwächer als die der Beta-Adrenergika oder der Anticholinergika.
Bronchospasmus Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, dadurch Verengung der Atemwege und Auftreten von mehr oder minder schwerer Atemnot sowie pfeifendem Atemgeräusch.
Broncho-Vaxom Immuntherapeutikum
Anwendungsgebiet: Stärkung des Immunsystems gegen wiederkehrende bakterielle Infekte.
Brustatmung Bei der Beobachtung Ihrer Atmung (Hände auf den Brustkorb legen) können Sie feststellen, dass Sie entweder durch Ausdehnung des Brustkorbs (Brustatmung) oder durch Ausdehnung Ihres Bauches (Zwerchfellatmung, Bauchatmung) Luft einatmen. Bei der Atmung spielt die Atemmuskulatur eine wichtige Rolle. Zwischen Brust- und Zwerchfellatmung können Sie bewusst wählen.
Brustfell s. Pleura
Budesonid ein Cortison, das als Dosieraerosol und als Pulverinhalation Verwendung findet.
Bullektomie Entfernung einer großen Emphysemblase.
C
Ca Abkürzung für Carcinom/Karzinom (Krebs)
Chemotherapie Spezielle medikamentöse Behandlung eines Tumors.
Chronisch Langsam sich entwickelnd, langsam verlaufend oder lange bestehend.
Chronische Bronchitis Als chronische Bronchitis bezeichnet man eine Bronchitis, die schon lange besteht. Sie ist gekennzeichnet durch chronischen Husten und einer vermehrten Produktion von Bronchiolschleim über mindestens 3 Monate in zwei aufeinander folgenden Jahren. Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Rauchen und der chronischen Bronchitis. Viele Raucher wissen das, können sich aber dennoch nicht von ihrer Zigarette trennen und das Rauchen aufgeben. Chronische Bronchitiker neigen stärker als der Rest der Bevölkerung zu Bronchialinfekten. Solche Infekte sind nicht mit „harmlosen Erkältungen zu vergleichen, weil sie das bereits geschädigte Bronchialsystem immer weiter schädigen und damit eine permanente Verschlechterung des Bronchialleidens verursachen.
Chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) Bei der chronisch obstruktiven Bronchitis kommt eine Engerstellung der Atemwege (Atemwegsobstruktion) zur Symptomatik der einfachen chronischen Bronchitis hinzu, daher leiden die betroffenen Patienten zunehmend unter Atemnot. Die Verschlechterung ist schleichend. So zeigt sich Atemnot zuerst nur bei starker körperlicher Belastung, später aber bereits bei leichterer körperlicher Tätigkeit. Zuerst ist das Treppensteigen belastend, schließlich schon das normale Gehen. Viele Patienten mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis bagatellisieren ihre Atemnot und führen sie auf alle möglichen Ursachen zurück: auf das Alter, das Übergewicht und andere Dinge mehr. Der so wichtige Arztbesuch wird hinausgeschoben. Jeder sollte wissen, dass eine unbehandelte chronisch obstruktive Bronchitis die Lebenserwartung um 10 Jahre verkürzt. Die chronisch obstruktive Bronchitis und die daraus resultierenden (,‚respiratorische Insuffizienz‘ oder „Corpulmonale‘) sind derzeit die sechsthäufigste Todesursache. Tendenz: steil ansteigend
Chronopharmakologie Chronopharmakologie bedeutet die Anpassung der Verordnung von Arzneimitteln an die „innere Uhr“ (Zeit = cronos, Arzneimittel — pharmakon). Das hat folgenden Hintergrund: Die Funktionen des menschlichen Körpers - wie Blutdruck, Körpertemperatur, Hormonproduktion (wie z.B. Cortisonfreisetzung) — unterliegen tageszeitlichen Schwankungen. Sie werden durch die „innere Uhr“ einem zirkadianen (24 Stunden)-Rhythmus angepasst So ist in den frühen Morgenstunden eine besonders erhöhte Aktivität bezüglich der Ausschüttung von körpereigenem Cortison zu beobachten — der Körper bereitet sich auf den Tag mit seinen Erfordernissen vor. Gleichzeitig weiß man, dass in den Nachtstunden der Widerstand der Bronchien (die Bronchiolobstruktion) zunimmt. Bei der Behandlung chronischer Erkrankungen ist der tageszeitliche Unterschied der „inneren Uhr“ zu berücksichtigen. Es kann zum Beispiel sinnvoll sein, Bronchodilatatoren spät abends zur Bekämpfung der nächtlichen Obstruktion zu verabreichen. Je stärker die „innere Uhr“ in der Therapie berücksichtigt wird, desto erfolgreicher wird die Therapie sein — möglicherweise bei geringeren Dosen der verabreichten Medikamente.
Cloprednol Cortisonpräporot in Tablettenform zur Behandlung von schwerem Asthma bronchiale und Exozerbationen von COPD.
Compliance Steht für den Begriff „Einwilligung/Mitmachen“ und meint die Bereitschaft des Patienten, die mit dem behandelnden Arzt vereinbarten Therapiemaßnahmen genau zu befolgen, insbesondere die verordneten Arzneimittel in der vereinbarten Häufigkeit und Menge einzunehmen. Das Gegenteil von „Compliance“ ist die „Non-Compliance“, d.h. die „Unzuverlässigkeit“ bei der Durchführung der vereinbarten Therapiemaßnahmen. „Non-Complionce“ ist leider keine Seltenheit, oft spielt dabei nicht einmal „Absicht“ mit. Viele Patienten vergessen, ihre Medikamente zu nehmen oder sie meinen, auf die Medikamente verzichten zu können, wenn es ihnen wieder besser geht. Das kann jedoch sehr gefährlich sein, weil gerade bei chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen Medikamente vorsorglich und zur Vermeidung einer Krankheitsverschlechterung genommen werden sollen — z.B. Cortison-Präparate zur langfristigen Behandlung. Ein ungeplantes, rasches Absetzen führt dann zu Komplikationen. Die „Non-Compliance“ ist der häufigste Grund für Rückfälle (Rezidive) und für eine Verschlechterung der Atemwegserkrankung.
Computertomographie (CT) Röntgendiagnostisches Verfahren im Gegensatz zur Röntgenaufnahme wird bei der CT nicht ein Röntgenfilm durch Röntgenstrahlen geschwärzt sondern anhand der Abschwächung der Röntgenstrahlen durch den Körper über den Computer ein Körperquerschnittsbild errechnet und dargestellt. Im Vergleich zu üblichen Röntgenbildern weisen CT Bilder genauer die Einzelheiten auf. Allerdings st die CT-Untersuchung im Vergleich zur normalen Röntgenaufnahme mit einer höheren Strahlenbelastung verbunden.
Controller Medikamente zur Dauertherapie, die gegen die Entzündung der Bronchialschleimhaut eingesetzt werden (Basistherapeutika beim Asthma). Zu ihnen gehören DNCG-Präparate, cortisonhaltige Medikamente, Leukotrienantagonisten, Theophyllinpräparate und Kombinationen, die Cortison und Iangwirksame Beta-Sympathomimetika enthalten.
COPD Als COPD (chronic obstructive pulmonary disease) wird die chronisch obstruktive Bronchitis mit oder ohne Emphysem bezeichnet. Besonderes Merkmal ist für die COPD die schleichend fortschreitende Verschlechterung der Lungenfunktion mit zunehmender Verengung der Atemwege verbunden mit der Überblähung des Lungengewebes, aus der eine Störung der Sauerstoffaufnahme durch die Lungenbläschen (Alveolen) und eine Belastung des Herzens (Corpulmonale) entstehen. Hauptkrankheitszeichen bei COPD sind Husten, Auswurf und Atemnot. Während anfangs Atemnot nur unter starker körperlicher Belastung auftritt, wird die Luft später bereits bei leichten Belastungen knapp.
Cornet s. RC_Cornet®
Cor pulmonale Krankhafte Veränderung der rechten Herzkammer durch erhöhten Blutdruck im Lungenkreislauf infolge von chronischen Lungenerkrankungen (z.B. COPD, Alveolitis, Fibrose, Swyer-James-Syndrom); sie kann auch die Folge von rezidivierenden Lungenembolien sein. Die Rechtsherz-lnsuffizienz, die durch das Cor pulmonale entsteht, macht sich durch Atemnot bei dem Patienten bemerkbar.
Corticosteroide Eine andere Bezeichnung für Cortison.
Cortison Cortison ist ein körpereigener Stoff. Es ist ein Abkömmling des menschlichen Nebennierenrindenhormons Cortisol.
Anwendungsgebiet Cortison spielt bei vielen Erkrankungen eine Rolle, die mit einer Entzündung einhergehen. So z.B. bei Rheuma, Asthma bronchiale und auch bei der chronisch obstruktiven Bronchitis mit oder ohne Emphysem (COPD) mit starker Entzündungskomponente.
Darreichungsformen Cortison ist als Tablette in unterschiedlicher Wirkungsstärke, als Injektion und in verschiedenen Darreichungsformen zur lokalen Anwendung verfügbar. Cortisontabletten werden (in unterschiedlichen mg-Dosierungen) zur oralen Therapie bei schwerem Asthma und bei der akuten Verschlechterung der COPD verwendet. Da sich das Cortison bei oraler Gabe über den ganzen Körper verteilt, spricht man von einer systemischen Wirkung. Wie Tabletten wirken auch Injektionen/Spritzen systemisch, d.h. die Substanz gelangt in alle Teile des Körpers. Die früher häufiger verwendeten Injektionen mit Depot-Cortison sind überholt, da hier die Gefahr nicht auszuschließen ist, dass die körpereigene Cortisol-Produktion in den Nebennierenrinden zum Stillstand kommen könnte und nach Beendigung der Depotwirkung nicht wieder anspringt. Schnell wirksames Cortison wird vor allem im schweren Atemnotanfall bzw. im Status asthmaticus gespritzt.
Lokale Anwendung Hier spielen Cremes, Nasensprays und Augentropfen eine Rolle — für chronische Atemwegs- und Lungenerkrankungen vor allem das Cortison-Dosieraerosol und die Pulverinhalation, aber inzwischen auch Kombinationspräparate, die Cortison und Betamimetika enthalten. Cortison in Form solcher Inhalationssysteme entfaltet seine Wirkung in der empfohlenen Dosierung nur in den Atemwegen. Nebenwirkungen sind bei normaler Dosierung kaum zu erwarten. Die lokale Anwendung bezeichnet man als topische Anwendung/Gabe. Die Cortisongabe mittels eines lnhalationssystems als Dosieraerosol oder Pulverinhalat stellt heute die Basistherapie des Asthma bronchiale dar.
Wirkung des Cortison Cortison greift z.B. bei chronischen Atemwegserkrankungen auf verschiedenen Ebenen in den Krankheitsprozess ein:
Es hemmt die überschießende Immunreaktion
Es reduziert den Entzündungsprozess
Es blockiert krankhafte Stoffwechselprozesse in den Zellen und stabilisiert die Zellmembran.
Es vermindert die Schleimhautschwellunq.
Es reduziert die Schleimproduktion.
Es dämpft die Übererregbarkeit (Hyperreagibitität) des Bronchialsystems.
Es verbessert die Wirksamkeit der Beta- Adrenergika.
Unerwünschte Wirkungen des Cortison Bei hoher Dosis und längerfristiger Gabe von Cortison-Tabletten kann es zu Nebenwirkungen kommen, deren bedeutendste die Knochenentkalkung (Osteoporose) ist. Gewichtszunahme, Vollmondgesicht, Aktivierung einer latent vorliegenden Zuckerkrankheit und die Erhöhung der lnfektanfälligkeit können ebenfalls auftreten. Während die meisten Nebenwirkungen beim Absetzen des Medikaments zurückgehen, ist das bei der Osteoporose nicht der Fall.
Cromoglicinsäure Cromoglicinsäure ist ein gänzlich anders wirkendes Antiallergikum, das die Freisetzung von Histamin aus den Mastzellen verringert, daher auch Mastzellstabilisator genannt wird. Dieses Medikament vermag an den Schleimhäuten von Augen und Nase, wo es in Form von Tropfen oder Sprays angewendet wird, die allergischen Symptome deutlich zu verbessern. Es wird auch erfolgreich zur Behandlung von allergischem Asthma eingesetzt. Zudem hat Cromoglicinsäure bei bestimmungsgemäßem Gebrauch kaum relevante Nebenwirkungen. Mit der Wirkung muß man bei diesem Medikament jedoch Geduld haben, da es einige Zeit braucht, um seine volle Wirksamkeit im Körper zu entfalten (bis zu mehreren Tagen). Daher gilt : möglichst frühzeitig mit der Behandlung beginnen.
D
Dampfvernebler Gefäß mit heißem Wasser für die Einatmung von warmem Wasserdampf.
Dauermedikation Regelmäßige Einnahme eines oder mehrerer Medikamente, solange die Krankheit, die behandelt werden muss, besteht (s. Stufenplan).
Depot—Präparate Arzneimittel, deren Wirkung längere Zeit anhält. Bei Tabletten = Retard-Präparate. Cortison-Spritzen sind überholt, da hier die Gefahr nicht auszuschließen ist, dass die körpereigene Cortisolproduktion in den Nebennierenrinden zum Stillstand kommen könnte und nach Beendigung der Depot-Wirkung nicht wieder anspringt.
Dermatitis entzündliche Erkrankung der Haut
Diagnostik Maßnahmen, Untersuchungen zur Erkennung von Krankheiten
Diskus Der Diskus ist ein lnhalationsgerät zur Pulverinhalation.
Differenzialdiagnose Viele Erkrankungen (so auch Asthma bronchiale) zeigen Symptome (z.B. Husten, Auswurf, Atemnot), die auch auf andere Erkrankungen (so z.B. auf COPD oder eine Herzkrankheit) hinweisen könnten. Auf dem Wege einer Differenzialdiagnose muss der Arzt alle Krankheiten, die die vorliegenden Symptome aufweisen, in Betracht ziehen und ausschließen.
DNCG s. Cromoglicin
Dosieraerosol Damit Asthmamedikamente direkt an den Wirkort gelangen, müssen sie inhaliert werden. Das geschieht häufig mit Hilfe eines Dosieraerosols. Ein Dosieraerosol ist so konstruiert, dass bei jedem Sprühstoß eine genau festgelegte Menge des Medikamentes abgegeben wird. Damit die Wirkstoffe auch tief genug in die Bronchien gelangen, müssen der Sprühstoß und die Atmung genau aufeinander abgestimmt sein.
Drainagelagerung s. Lagerungsdrainage
Düsenvernebler Elektrisch betriebenes lnhalationsgerät mit einer bestimmten Technik zur Aerosolherstellung aus Medikamenten. Eine andere Technik verwenden die Ultraschallvernebler
Dyskrinie Verdickung des Bronchialsekrets/Bronchialschleims zu einem zähen, schwer abhustbaren Sekret.
Dyspnoe Jede Form der Atemstörung, die mit dem subjektiven Erleben von Atemnot, Lufthunger oder Atembeklemmung verbunden ist. D. kann ursächlich bei Verlegung der Atemwege, Herzinsuffizienz, Lungenentzündung oder extremer Blutarmut auftreten.
E
EACD Europäisches Zentrum für Allergie und Asthma Davos
Easy Haler Der Easy Haler ist ein Pulverinhalator. Er hat den Vorteil, dass man nicht wie beim Dosieraerosol die Substanzfreisetzung und das Einatmen exakt aufeinander abstimmen muss. Beim Easy Haler wird zuerst die Substanz freigesetzt und anschließend eingeatmet.
EEG Elektroenzephalogramm — ein Gerätesystem, mit dem es möglich ist, die Gehirnströme des Menschen zu messen.
Eigenblutbehandlung, klassische Blut wird aus einer Vene entnommen und an anderer Stelle intramuskulär wieder in den Körper gespritzt. Dadurch soll ein unspezifischer Reiz auf die Abwehrkräfte des Körpers ausgeübt werden. Als Unverträglichkeitsreaktionen können Schwindel, Kopfschmerz, Nesselausschlag, Fieber, Herzklopfen, Blutvergiftung und sogar Schock auftreten. Die Übertragung von Infektionen ist durch Verunreinigung des entnommenen Blutes möglich. Wissenschaftliche Studien über den Erfolg einer solchen Therapie gibt es nicht.
EKG Elektrokardiogramm — ein Gerätesystem, mit dem es möglich ist, die Herzströme des Menschen zu registrieren (Elektrokardiographie).
Ekzem Ekzem ist ein Sammelbegriff für entzündliche Hautveränderungen. Dabei kann es im akuten Zustand zu Schwellung, Rötung, Bläschen- oder Knötchenbildung, Schuppen und Nässen kommen. Später können Verkrustungen auftreten. Oft sind die Ekzeme mit starkem Juckreiz verbunden. Wird ein Ekzem chronisch, verdickt sich die Hornhaut und die Haut wird trocken und rissig. Man unterscheidet zwischen äußerlichem (exogenem) Ekzem, das durch äußerliche Einflüsse hervorgerufen wird, und innerlichem (endogenem) Ekzem, das organisch bedingt ist. Die Ursache des endogenen Ekzems, der Neurodermitis, ist oft schwer herauszufinden.
Elektroakupunktur (nach Voll) Gemessen wird der elektrische Hautwiderstand anhand einer willkürlichen Skala von 1 bis 100. 50 gilt als Normalzustand. Aus höheren Werten wird auf Entzündung, aus niedrigeren Werten auf Degeneration geschlossen. Fallende Werte weisen auf eine Herdbelastung hin. Mit dem gleichen Verfahren wird das passende Medikament ermittelt. Es handelt sich dabei im allgemeinen um Homöopathika, Organpräparate oder Nosoden. Geeignete Mittel sollen daran zu erkennen sein, dass der Zeiger auf Normalstellung zurückgeht. Eine von der Schulmedizin nicht anerkannte Methode, da es keine unabhängigen Untersuchungen zum Nachweis der Wirksamkeit gibt.
Elektrokardiogramm s. EKG
Elektroenzephalogramm s. EEG
Emphysem Chronische Lungenerkrankung in Form einer sog. irreversiblen (nicht rückgängig zu machenden) Überdehnung des Lungengewebes, bei der aus vielen kleinen Lungenbläschen (Alveolen) wenige, größere Lufträume entstehen. Hierdurch verliert die Lunge ihre Elastizität, sie enthält weniger Gewebe und mehr Luft (Überblähung).
Endoskop Dünnes, starres oder biegsames, schlauch- oder rohrartiges Instrument mit einer Optik der Spitze des Geräts zur Untersuchung von Körperinnenräumen, z.B. der Bronchien mit dem Bronchoskop, Magen mit dem Gastroskop usw.
Endoskopie Die gemeinsame Bezeichnung für alle Verfahren, mit einem Endoskop Körperinnenräume zu untersuchen — z.B. der Bronchien per Bronchoskop.
Entspannungstechniken Psychische Anspannung, innere Verspannung, Ängstlichkeit, Nervosität kann das Asthma (Verspannung, Bronchospasmus) verschlimmern. Für Asthmatiker ist es wichtig, eine oder mehrere Entspannungstechniken zu kennen und wenigstens eine davon zu beherrschen. Dabei ist es gleichgültig, ob autogenes Training, Hatha Yoga oder Entspannungstechnik nach Jacobson angewandt werden.
Entzündung Gewebsreaktion auf Verletzungen, Reizung und/oder Infektionen. Sie führt oft zur Schwellung, Schmerzempfindlichkeit und Rötung des Gewebes, dabei ist die Funktion des entzündeten Organs gestört. Asthma bronchiale geht immer mit einer Entzündung der Bronchialschleimhaut einher. Erstes Behandlungsziel ist es, die Entzündung zu beseitigen. Deshalb ist inhalatives Cortison das Mittel der ersten Wahl bei der Asthmatherapie. So wird am sichersten die Entzündung gehemmt/beseitigt.
Enzym Eiweißkörper, die als Katalysatoren im Körper wirken. Ohne Enzyme wäre ein geordneter Stoffwechsel und damit Leben nicht möglich.
Epidemiologie Lehre von den Ursachen und von der Verbreitung von Erkrankungen.
Epinephrin Adrenalin, wird in Notsituationen zur Behandlung akuter Bronchiolmuskelkrämpfe und anaphylaktischer Reaktionen eingesetzt.
Ergospirometrie Messung der Veränderungen der Atmung und es Kreislaufs unter definierter körperlicher Belastung z.B. am Laufband oder am Fahrradergometer.
Etagenwechsel "Etagenwechsel" bezeichnen Experten das kuriose Phänomen aufeinanderfolgender Krankheitsbilder. Neurodermitis kommt selten allein: Viele Kinder entwickeln zusätzlich Heuschnupfen und sogar lebensbedrohliches Asthma. Wissenschaftler versuchen, den Etagenwechsel in die Lunge zu stoppen
Exazerbation Deutliche, über die normalen Schwankungen hinausgehende Verschlechterung einer Krankheit. Bei der COPD sind Exazerbationen meist durch Infektionen verursacht. Sie gehen mit einer anhaltenden Verschlechterung der Symptomatik, insbesondere der Atemnot einher und erfordern eine Veränderung der Dauermedikation. Der Prophylaxe und Behandlung von Exazerbationen kommt bei der COPD-Therapie eine große Bedeutung zu.
Expektorantien Mittel, die zähes Bronchialsekret verflüssigen sollen und so das Abhusten erleichtern/fördern.
Expektorat Auswurf beim Husten
Exposition Äußere Einwirkungen, denen ein Organismus ausgesetzt wird. In der Medizin werden immer ungünstige Einwirkungen als Exposition bezeichnet, z.B. wenn ein Katzenhaarallergiker dem Allergen (Katzenhaare) ausgesetzt wird.
Exspiration Ausatmung
Exspiratorisches Reservevolumen Die Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung zusätzlich noch ausgeatmet werden kann.
Extremitäten Arme und Beine
Extrinsic Asthma Asthma bronchiale, das durch Allergene verursacht wird.
F
FCKW Hierbei handelt es sich um ein Treibgas, das früher grundsätzlich für Dosieraerosole verwendet wurde und das zur Zerstörung der Ozon-Schicht beitrug. Inzwischen wurde es in nahezu allen Dosieraerosolen durch andere Treibgase ersetzt. Außerdem werden mehr und mehr Substanzen ganz ohne Treibgas als Pulverinhalation eingesetzt.
Fenoterol Substanz, die zur Gruppe der kurzwirksamen Adrenergika/Betamimetika/Sympathomimetika gehört und schnell bronchialerweiternd wirkt. Sie liegt als Inhalationsiösung, Pulver oder Dosieraerosol (Spray) vor und gilt als „Notfallspray".
Feuchtinhalation Bei der Feuchtinhalation wird das Medikament in wässriger Lösung mit Hilfe eines Düsenverneblers oder Ultraschallverneblers eingeatmet.
FEV1 Die nach tiefem Einatmen in einer Sekunde durch maximal forcierte Atmung ausgestoßene Luftmenge wird forciertes Exspirationsvolumen (forciertes Ausatemvolumen in der ersten Sekunde) oder Sekundenkapazität genannt.
Fibrose Lungenfibrose ist eine Erkrankung des Lungengewebes, bei der es durch vielfältige Ursachen zu einer Vernarbung und Verhärtung der Lunge kommt. Damit werden die Lungenbläschen (Alveolen) und die sie umgebenden kleinsten Blutgefäße (Kapillaren) zerstört und die Sauerstoffaufnahme bzw. die Kohlendioxidabgabe gestört. Husten und Atemnot bei körperlicher Anstrengung sind die ersten Anzeichen der Erkrankung. Der später immer stärker werdende Sauerstoffmangel führt unter anderem zur Schädigung des Herzens (Cor pulmonale). Die Ursachen für die Lungenfibrose sind vielfältig: Eingeatmete organische Stoffe (z.B. von Tieren) oder anorganische Stäube (Silikose), aber auch nicht-inhalative Schadstoffe ‚ z. B. Medikamente, Strahlen, Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze können zur Lungenfibrose führen. Oft ist die Ursache unbekannt.
Fibrothorax Nennt man die Bildung einer aus Bindegewebe bestehenden Masse (Fibrosierung) in der großen Brusthöhle nach Pneumektomie als langsam ablaufender einseitiger Schrumpfungsprozess; führt zu Zwerchfellhochstand, Verziehung des Mediastinums, Überblähung der restlichen Lunge, Verlagerung des Herzens und der großen Gefäße.
Flankenatmung Atmungsform, bei der die Einatmung durch Einziehung der unteren seitlichen Zwischenrippenräume ermöglicht wird. Anzuwenden u.a. bei einer Verengung oder Verlagerung der oberen Luftwege. Siehe auch Atemgymnastik
Flimmerepithel Schleimhaut, die die Bronchien auskleidet uni die mit Flimmerhärchen (Zilien) versehen ist
Flimmerhärchen Die gesamte Oberfläche der Bronchialschleimhaut ist mit Zellen mit kleinen Härchen ausgekleidet. Diese Flimmerhärchen haben die Aufgabe - ähnlich einem Fließband - kleine Fremdkörper, z.B. Staubpartikel oder Allergene und andere Fremdstoffe aus dem Bronchialsystem heraus zu transportieren. Zu diesem Zweck schlagen und flimmern die Härchen unaufhörlich Richtung „Ausgang des Bronchialsystems“ — sprich Luftröhre bzw. Mund. Damit sich die Partikel und Fremdkörper gut durch die Flimmerhärchen transportieren lassen, bildet sich auf der Oberfläche der Schleimhaut — über den Zilien — ein Film aus Bronchialschleim. Die Flimmerhärchen auf der Bronchialschleimhaut kann man sich wie einen feinen Rasen vorstellen. Jahrelanges Zigarettenrauchen zerstört diesen zarten Flor. Dann sieht das Flimmerepithel wie ein zerstörter Rasen eines Fußballplatzes in Tornähe aus: der Flor ist löchrig geworden; das Fließband kann seine Aufgabe nicht mehr störungsfrei durchführen. Hinzu kommt, dass gleichzeitig immer mehr Bronchialschleim produziert wird, der obendrein zähflüssiger als normal ist. Das Reinigungssystem des Bronchialsystems funktioniert nicht mehr — der Patient beginnt zu husten, um die Fremdpartikel und den Schleim aus dem Bronchialsystem heraus zu befördern: die chronische Bronchitis hat sich entwickelt.
Flunisolid Cortison in Form eines Dosier-Aerosols als Basistherapeutikum bei Asthma bronchiale.
Fluocortolon Corticosteroid in Tablettenform.
Fluticason Cortison zum Inhalieren als Dosieraerosol, lnhalationslösung oder Pulverinhalation.
Flutter Kleines Gerät, das die Form einer Tabakspfeife hat. Der Patient — z.B. mit CQPD — nimmt das Gerät in den Mund und atmet durch das Gerät aus. Dadurch bewegt er mit dem Luftstrom eine Kugel im „Pfeifenkopf‘ Das Vibrieren überträgt sich auf seinen Brustkorb und löst so das festsitzende Bronchialsekret.
Formoterol Adrenergikum/Betamimetikum/Sympathomimetikum ist als Iangwirksames Dosieraerosol bzw. als Pulverinhalation im Handel.
Funktionelle Residualkapazität (FRC) Die Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung noch in der Lunge verbleibt, setzt sich aus ERV(Exspiratorischen Reservevolumen) und RV(Residualvolumen) zusammen. (s. auch Lungenvolumina)
Fußreflexzonen—Massage Die Fußsohle wird landkartenähnlich in Zonen eingeteilt. Durch Massage dieser Zonen möchte man ein inneres Organ erreichen und beeinflussen. Eine durch die Schulmedizin nicht anerkannte Methode, da es keine unabhängigen Untersuchungen zum Nachweis der Wirksamkeit gibt.
FVC Gesamte Luftmenge, die nach tiefem Einatmen durch maximale Anstrengung ausgestoßen werden kann: Forcierte Vitalkapazität.
G
Ganzkörperplethysmographie s. Bodyplethysmographie
Gasaustausch Er erfolgt in den Lungenbläschen (Alveolen), die von feinsten Blutäderchen (Kapillaren) umschlossen sind. Die Alveolen geben Sauer- stoff in die Kapillaren ab und übernehmen von diesen Kohlendioxid. Während der Sauerstoff über den Blutkreislauf zu allen Zellen des menschlichen Körpers transportiert und dort im Stoffwechselprozess verbraucht wird, wird das Kohlendioxid über das Bronchialsystem in die oberen Atemwege gebracht und über Mund und Nase ausgeatmet.
Genese Entstehung, Ursache einer Krankheit.
Glaukom Grüner Star (erhöhter Augeninnendruck), führt unbehandelt langsam zur Erblindung. Glaukom kann bei langer und hochdosierter Cortison-Tabletten-Gabe gefördert werden: deshalb regelmäßiger Besuch des Augenarztes bei Gaben des systemischen Cortisons
Glukokortikoide Glukokortikoide (GK) sind eine Medikamentenbezeichnung für Cortison. Auch der Begriff Steroide ist gleichwertig. Cortison unterdrückt eine Entzündung in Gelenken wirksam und schnell. Meistens bessern sich die Beschwerden schnell innerhalb von Stunden. Nur selten dauert es wenige Tage bis zum Wirkeintritt.
Granulomatöse Erkrankungen Erkrankungen, die viele Organe befallen können — also auch die Lunge — und bei der sich kleinste, nur mit dem Mikroskop in der Gewebeprobe sichtbare, Knötchen (Granulome) bilden, die zur Störung der Funktionen des befallenen Organs führen. Die Sarkoidose ist eine solche Erkrankung.
Granulome Kleinste, nur mit dem Mikroskop in der Gewebeprobe sichtbare Knötchen.
Grippeschutzimpfung Die Grippe (Influenza) tritt gehäuft in der kalten Jahreszeit auf. Die Übertragung erfolgt über Aerosol aus den Atemwegen von Ausscheidern. Die Schutzimpfung sollte frühzeitig vor Beginn der Influenzasaison durchgeführt werden. Der Impfschutz beginnt etwa 2-3 wochen nach der Impfung. Die Grippeviren (Influenza A,B,C) verändern sich ständig. Auch Personen, die im Vorjahr eine Grippe durchgemacht haben oder eine Schutzimpfung erhalten hatten, können in dieser Saison erneut erkranken. Der Impfschutz sollte daher nach jeweils einem Jahr mit einer Dosis des in der Antigenzusammensetztung aktualisierten Impfstoffes aufgefrischt werden. Die Impfung erfolgt intramuskulär oder subcutan und ist generell gut verträglich. Der Impfstoff enthält Antigenfraktionen von inaktivierten Viren. Die Schutzimpfung ist empfohlen für: Alle Berufsgruppen mit hohem Publikumsverkehr, insbesondere für Personen, die durch ihre Berufsausübung (z.B. medizinisches Personal) einem besonderen Infektionsrisiko ausgesetzt sind bzw. für andere ein Infektionsrisiko darstellen können. Personen mit angeborener oder erworbener Verminderung der Infektionsabwehr Personen mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie z.B. chronischen Atemwegserkrankungen, chronischen Herz-, Kreislauf-, Nieren- und Leberkrankheiten, Stoffwechselkrankheiten (z.B. Diabetes mellitus).
Gegenanzeigen keine Impfung bei nachgewiesener Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber: Hühnereiweiß, Thiomersal oder Gentamicin. bei fieberhaften Erkrankungen und akuten Infektionen. (Impfung frühestens zwei Wochen nach der Entfieberung) Schwangerschaft ( die Impfung kann während der Stillzeit verabreicht werden)
H
Hatha—Yoga Hatha-Yoga ist seit Jahrtausenden bekannt. Durch Körper-, Atem- und Entspannungsübungen soll der Körper gesund gehalten bzw. zur Gesundung gebracht werden. Hatha-Yoga kräftigt die Muskeln, regt die Funktionen der Organe an, stärkt Herz- und Kreislauf, verbessert die Körperhaltung und vermittelt innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Dabei werden u.a. die Atemfrequenz gesenkt und die Zeit der Ausatmung verlängert. Es gibt Studien, die zeigen, dass sich Hatha-Yoga als begleitende Therapie bei Asthma günstig auswirkt.
Hausstaubmilben(siehe Hochgebirgs-Therapie) Milben: lateinisch Acarinae, sind winzige, spinnenverwandte Tiere. Hausstaubmilben erreichen eine Groesze von etwa 0,3 Millimeter und sind fuer das blosze Auge unsichtbar. Vor allem zwei Milbenarten, die im Hausstaub leben, sind fuer Atemwegsallergien verantwortlich:
Dermatophagoides pteronyssinus
Dermatophagoides farinae.
Hausstaubmilben ernaehren sich hauptsaechlich von menschlichen und tierischen Hautschuppen, aber auch vom Abrieb der Daunenfedern oder Wollfasern.
Hauttest Der Hauttest (der am häufigsten durchgeführte wird Prick-Test genannt) dient der Allergiediagnostik. Dabei werden meist auf der Innnenseite des Unterarms eine Reihe typischer Allergene aufgetragen. An den Stellen, an denen die Allergensubstanzen aufgetropft werden, wird die Haut ganz leicht angeritzt oder angestochen (das Wort „to prick‘ ist englisch und heißt auf deutsch „stechen — deshalb Prick-Test). Liegt auf eines der Allergene eine Allergie vor, tritt an der jeweiligen Hautstelle eine Rötunig und leichte Schwellung (Quaddelbildung) auf. Je nach Stärke der Quaddelbildung spricht man von einer leichten, mittelgradigen oder starken allergischen Reaktion der Haut. Durch eine Kontrolluntersuchung gleicher Art mit Histamin und Kochsalz muss sichergestellt werden, dass der Prick-Test zu einem richtiger Ergebnis führte. Eine an der Haut nachgewiesene Empfindlichkeit geht meistens mit der Empfindlichkeit der Nase und Bronchien auf das gleiche Allergen einher (Rast- und Provokationstest).
Heimbeatmung Unter Heimbeatmung, auch Selbstbeatmung genannt, wird die künstliche Beatmung verstanden, die zu Hause mit einem Beatmungsgerät durchgeführt wird. Sie erfolgt über eine Nasen- oder Nasen-Mund-Maske, die der Patient selbst auf- und absetzen kann. Die richtige Anwendung erlernt der Patient in der Klinik, wo das Beatmungsgerät ausgegeben und eingestellt wird. Die Heimbeatmung wird meist nachts u.a. bei Lungenerkrankungen eingesetzt, um die Atemmuskulatur vorübergehend zu entlasten, wenn die Atmung dauernd unzureichend ist und der Kohlendioxidgehalt des Blutes auch in Ruhe zu hoch ist.
Herz—Asthma s. Asthma cardiale
Heuschnupfen Heuschnupfen ist eine häufige allergische Erkrankung, die auf einer Überempfindlichkeit gegen die Eiweißkomponenten von bestimmten Pollen beruht. Pollen gelangen während der Gräser- und Baumblüte in die Luft. Sie bewirken an den Schleimhäuten der Atemwege, der Nase und den Augen eine allergische Reaktion.
Histamin Histamin ist ein biologisch aktives Umbauprodukt der Aminosäure Histidin. Histamin kommt in Eiweißstoffen vor. Diese Substanz wird beim Menschen in speziellen Zellen gespeichert und bei Entzündungsreizen freigesetzt. Histamin verursacht dabei als Vermittlersubstanz Schwellung, Rötung, Juckreiz und Schmerz. Während einer allergischen Reaktion wird Histamin freigesetzt. Die Folge: eine allergische Entzündung (z.B. Schnupfen, Bindehautentzündung, Quaddeln an der Haut etc.). Sind die Mengen besonders groß, die frei gesetzt werden, steigt der Histaminspiegel in der Blutbahn. Daraus resultieren mögliche Konsequenzen für den Kreislauf wie z.B. Blutdruckabfall, Herzrasen, bis hin zum Kreislaufschock. Diese Reaktionen können z.B. bei einer Allergie gegen Insektengift oder bei Nahrungsmittel-Allergien auftreten.
Histiozytosis X (heute Langerhanszell Histiozytose) Erkrankungen, die mit einer Vermehrung bestimmter Gewebszellen, der Histiozyten, einhergehen. Die pulmonale Langerhanszell Histiozytose betrifft das Lungengewebegerüst und führt zur Ausbildung von Lungenzysten (s. auch Zyste).
Histologie Ursprünglich Lehre von den Geweben des Körpers; der Begriff wird für das Ergebnis der mikroskopischen Untersuchung einer Gewebeprobe verwendet.
Hochgebirgs-Therapie Die Höhenlage ist mit speziellen meteorologischen und klimatischen Bedingungen verbunden, die von besonderer Trockenheit, Reinheit, Allergen- und Keimarmut der Luft geprägt sind. Davon profitieren in erster Linie Asthmakranke, auch mit begleitenden Hauterkrankungen, deren Leiden auf allergisierende Bestandteile der Luft zurückzuführen sind, wie z.B. Hausstaub, Pollen, Schimmelpilzsporen, aber auch Kranke mit Schadstoffasthma. Patienten mit nichtallergischen Atemwegserkrankungen, wie z.B. Intrinsic Asthma, chronisch-obstruktive Bronchitis oder Lungenemphysem, ziehen aus dem schadstoff- und keimarmen Hochgebirgsklima grossen Nutzen im Hinblick auf die von Umwelteinflüssen unbeeinträchtigte Diagnostik und Therapieeinstellung.
Pollen:
kurze Flugdauer
geringe Anzahl (Erle, Birke, Esche, Gräser)
weniger aggressives Allergen
Schimmelpilze: wesentlich geringere Anzahl an
Cladosporium
Alternaria
Aspergillus
Milben:
Davos ist absolut hausstaubmilbenfrei
Homöopathie Das Prinzip der Homöopathie ist die Ähnlichkeitsregel: „Ähnliches wird mit Ähnlichem behandelt Die gleichen Mittel, die Gesunde krank machen, sollen in hoher Verdünnung Kranke heilen. Homöopathische Medikamente sollen — zumindest in der Hochpotenz-Homöopathie — nicht durch die Ursubstanz wirken, sondern durch irgendeine magische Verstärkung der Wirkung während der einzelnen Verdünnungsvorgänge. Demgegenüber gibt es eine wissenschaftlich-kritische Homöopathie, die mit Tiefpotenzen arbeitet (z.B. Dosen im Mikrogramm-Bereich). Wissenschaftliche Studien über den Erfolg der Therapie gibt es nicht.
Hub So wird ein Sprühstoß aus einem Dosieraerosol bezeichnet.
Husten Husten ist dem Grunde nach ein für den gesunden Körper wichtiger und notwendiger Schutzreflex. Zusammen mit den Aufgaben der Bronchialschleimhaut (Flimmerhärchen) ist Husten einer der Grundpfeiler der Selbstreinigung der mit der Umwelt ständig in Verbindung stehenden Atemwege. Bei intaktem Flimmerepithel kommt Husten allerdings nur dann zum Tragen, wenn das Bronchialsystem mit Schadstoffen plötzlich überflutet wird, z. B. wenn man sich verschluckt. Erst wenn Husten ohne einen solchen Grund in Erscheinung tritt, gilt er als Krankheitszeichen, aber nie als Krankheit selbst. Husten kann produktiv, also mit Auswurf verbunden sein, und je nach Grundkrankheit kann die tägliche Sputum-Menge zwischen 1 und 500 (!) Milliliter betragen. Sehr viel häufiger ist Husten unproduktiv, trocken, nämlich dann, wenn kein Sekret vorhanden ist. Ähnlich wie bei der Atemnot sind auch die Ursachen eines Hustens vielfältiger Natur. Das wichtigste „Behandlungsprinzip des Hustens ist immer die Klärung der Ursache. Das gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene. Mögliche Ursachen: Ohne Auswurf:
Entzündungen der Atemwege
Asthma bronchiale
Fremdkörper in den Atemwegen (Nüsse, Spielzeugteile, Holz, Gräten)
Kontakt zu Reizgasen (z.B. Chlor)
Tumore (z.B. Lungenkrebs/Bronchialkarzinom)
Lungenembolie
Lungenfibrose
Blutstauung in den Atemwegen (Herz- Asthma/Asthma cardiale)
Mit Auswurf:
Eitrige Entzündungen der Atemwege und des Lungengewebes (Pneumonien)
COPD, Asthma bronchiale (selten)
Mit blutigem Auswurf:
Bronchiektasie (häufigste Ursache)
Schwere bakterielle und virale Lungenentzündungen (Pneumonien)
Lungenkrebs/Bronchialkarzinom
Lungenembolie
Fremdkörper in den Atemwegen
Hustentechniken sollen dem Patienten eine Erleichterung schaffen. Bei unproduktivem Husten: um den Hustenreiz zu unterdrücken. Trinken Sie etwas oder lutschen Sie ein Bonbon. Versuchen Sie Speichel zu schlucken und die Luft anzuhalten, um dann oberflächlich zu atmen. Bei produktivem Husten: um das zum Husten reizende Sekret zu entfernen. Diese Hustentechniken sollten beim Physiotherapeuten erlernt werden.
Hyperkapnie Steigerung des arteriellen Kohlensäurepartialdrucks. Sie tritt ein, wenn der Gasaustausch gestört ist, z.B. bei respiratorischer Insuffizienz
Hyperpnoe vertiefte Atmung
Hyperreagibles Bronchialsystem Überempfindliche Atemwege bzw. Bronchien, die auf eine geringe Konzentration von normalerweise harmlosen Substanzen (Allergern und Reizstoffe) bereits durch Verengung (Branchospasmus) reagieren.
Hypersekretion Übermäßige Schleimbildung in den Bronchien mit allen daraus resultierenden Problemen — z.B. Schwierigkeiten beim Abhusten des Schleims
Hyperventilation Die meist unbewusste Übersteigerung der Ein und Ausatmung bei vertiefter und rascherer Atmung (z.B. bei Angstzuständen). Sie kann in Asthmaanfällen, zu Schwindelgefühl und zur Ohnmacht führen und trägt sehr oft zur Verstärkung des Angstzustandes bei.
Hypnose Hypnose ist eine der ältesten Form der Behandlung seelischer Erkrankungen. Tiefes Vertrauen in den Hypnotiseur ist dabei ebenso wichtig wie dessen gefühlsmäßige Konzentration auf den Patienten. In der Hypnose werden dem Patienten immer wieder Sätze vorgesprochen, die dieser laut zu wiederholen hat. Gut ausgebildete Hypnose-Therapeuten werden durch Fachärzte für Psychiatrie vermittelt. Asthma, bei dem auch seelische Konflikte als Auslöser von Beschwerden eine Rolle spielen können, stellt manchmal eine Indikation für die Hypnose dar, auch wenn diese Behandlung Asthma nicht heilen kann. Zunächst muss die medikamentöse Behandlung unbedingt weitergeführt werden, nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt darf sie reduziert werden.
Hypopnoe Abgeflachte Atmung
Hyposensibilisierung Bedeutet "Verminderung der Empfindlichkeit' Es handelt sich bei ihr um eine spezifische lmmuntherapie. Dabei wird zuerst in äußerst geringen, dann in langsam gesteigerten Dosen das Allergen, gegen das der Patient allergisch ist, verabreicht. Auf diese Weise können sich die körpereigenen Abwehrkräfte an das Allergen gewöhnen, so dass der Organismus nicht mehr mit einer krankhaften Abwehr reagiert, wenn er mit ihm in Kontakt kommt. Die verabreichten Allergenextrakte können eingenommen werden (orale Hyposensibilisierung) oder sie werden unter die Haut gespritzt (subkutane Hyposensibilisierung). Sehr gut möglich ist die Hyposensibilisierung bei Allergien gegen Gräser-, Kräuter- oder sonstige Pflanzenpollen, u nd Insektengiftallergien, weniger gut gegen Katzen- und Hundehaare sowie Hausstaubmilben oder Schimmelpilze. Allerdings sollte der Patient nicht gegen viele Allergene gleichzeitig allergisch sein. Am wirksamsten ist eine Hyposensibilisierung im frühen Stadium der Allergie. Deshalb ist sie bei heuschnupfen- und asthmakranken Kindern! Jugendlichen im Allgemeinen besonders erfolgversprechend. Selten gelingt es mit der Hyposensibilisierung, das Asthma branchiale auszuheilen, meist ist nur eine Besserung möglich.
Hypoventilation Die Hypoventilation ist gekennzeichnet durch eine stark verlangsamte Atmung, und daraus folgendem Anstieg des Kohlendioxidgehalts in den Alveolen. Daraus folgend nimmt die Sauerstoffkonzentration in der Alveolarluft ab. Dadurch bedingt kommt es zu einer Sauerstoffunterversorgung des Körpers.
Hypoxämie Reduzierter Sauerstoffgehalt im arteriellen Blut.
Hypoxie Ungenügende Versorgung des Organismus mit Sauerstoff infolge Hypoxämie oder schlechte Sauerstoffversorgung zum Beispiel auf sehr hohen Bergen.
I
IgE-Antikörper Die Entzündung der Atemwege beim Asthma ist mit einer Vielzahl von Aktivierungen und Veränderungen der Funktion und Regulation von Zellen verbunden: Bei der allergischen Reaktion spielen durch IgE-Antikörper vermittelte Prozesse eine entscheidende Rolle. Sie setzen sich auf den Immunzellen (sogenannten Mastzellen) des Allergikers fest. Sobald der Patient Kontakt zu seinem Allergen hat, bewirken sie dann die Freisetzung von entzündungsauslösenden Substanzen. Das Immunsystem von Gesunden bildet diese IgE-Antikörper nicht. Mit Hilfe spezifischer Antikörper, welche diese IgE-Antikörper in ihrer Wirkung blockieren können, ist es gelungen, in klinischen Studien die Symptome bei allergischen Asthmatikern drastisch zu bessern und die Entzündungsreaktion zu reduzieren. Damit verbunden war auch eine deutliche Reduktion der bronchialen Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität).
Immunglobulin E Immunglobulin E ist von Bedeutung für das Zustandekommen von allergischen Reaktionen. Es wird überwiegend in den Plasmazellen der Schleimhaut des Darms und des Respirationstraktes gebildet und ins Blut abgegeben. Bei Kontakt mit spezifischen Allergenen, die vom IgE erkannt werden, setzen diese Zellen vasoaktive Amine = Gewebshormone(Histamin, Serotonin, Tyramin und Phenyläthylamin, die in bestimmten Nahrungsmitteln gefunden werden) frei, die Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp auslösen.
Immunreaktionen Abwehrreaktionen, gerichtet gegen Substanzen(Allergene) bzw. die Bildung von Antikörpern gegen körperfremde Stoffe
Immunsystem Abwehrsystem des Körpers, die Gesamtheit der körpereigenen Abwehrmechanismen, zu dem spezialisierte Organe, Gewebe, Zellen und Moleküle gehören. Die Lymphknoten, die Milz, das Knochenmark, die Thymusdrüse und die Mandeln spielen eine Rolle, ebenso wie spezialisierte weisse Blutkörperchen (Lymphozyten), Fresszellen (Makrophagen), Blutplättchen, verschiedene Mediatoren, oder Interferon. Die Lymphozyten kontrollieren in gegenseitiger Beeinflussung die Produktion von Antikörpern und Makrophagen, welche die körperfremden Moleküle "fressen" und zerlegen.
Die bei der Allergie wichtigen Immunglobulin E (IgE) - produzierenden Zellen des Immunsystems sind eigentlich zur Abwehr von Endoparasiten (z.B. Darmwürmern) gedacht.
Immuntherapie Folgende therapeutische Eingriffsmöglichkeiten in den Ablauf einer allergischen Reaktion bestehen:
Allergenkarenz z.B. Milbensanierung im Haushalt, allergenfreie Diät, Haustier abschaffen, berufliche Umschulung Meidung der Allergene kann Beschwerden bessern
Symptomatische Therapie antientzündliche Therapie, Hemmung der Mediatorfreisetzung, Hemmung der Mediatorwirkung Medikamentöse Unterdrückung der allergischen Beschwerden z.B. durch Beieinflussung der Mediatorwirkung bzw. -freisetzung
Kausale(an den Ursachen ansetzende) Therapie Allergenimpfung(spezifische Immuntherapie, Hyposensibilisierung) "Umstimmung" des Immunsystems durch Verabreichung von steigenden Dosen der krankmachenden Allergene. Dadurch Hemmung der TH2-Zellen zugunsten der TH1-Zellen
Infekt Erkrankung durch Erreger (Viren, Bakterien, Pilze, Würmer)
Infektion s. Infekt
Infektasthma Durch wiederkehrende Infektionen immer wieder aufflackerndes (exazerbiertes) Asthma
Inhacort Spacer Dabei handelt es sich um eine Inhalationshilfe (s. Spacer) für das Dosieraerosol für Inhacort (Flunisolid).
Inhalation Einatmen eines Sprays - eines Hubs aus dem Dosieraerosol, Pulverinhalator oder durch Vernebler (elektrisch).
Inhalations-Allergen Dies trifft z.B. für Pollen oder Blütenstaub vieler Pflanzen und einige Sporen von Schimmelpilzen zu. Ihr Auftreten ist allerdings jahreszeitlich begrenzt. Große Mengen von Hasel- oder Erlenpollen finden sich z.B. von Februar bis März in der Luft. Diese Zeitspanne bezeichnet man als Pollenflugsaison. Allergene, die nur zeitlich befristet allergische Beschwerden auslösen, nennt man deshalb saisonale Allergene, die dadurch ausgelösten Krankheiten saisonale Allergien.
Inhalationshilfe s. Spacer
Inhalationssystem System, mit dem inhalierbare Aerosole (Substanznebel) erzeugt (vernebelt) werden, z.B. (Dosieraerosol), oder Pulverinhalator, elektrische lnhalationsgeräte, Dampfinhalatoren.
lnhalationstherapie Verabreichung von Arzneistoffen, Wasser, Dämpfen und/oder Gasen durch Einatmen in die Lunge. Die Arzneistoffe werden meist mit Hilfe eines Dosieraerosols oder eines Pulverinhalator bzw. eines elektrischen Geräts vernebelt.
Inhalierbare Medikamente Medikamente, die per Dosieraerosol, Pulverinhalator oder andere Vernebelungsmethoden eingeatmet werden.
Inhalieren Einatmen eines Sprays, eines Hubs aus einem Dosieraerosol oder aus einem Pulverinhalator oder aus einem lnhalationsgerät.
Inhalator M Pulverinhalator
Injektion Die Verabreichung einer Substanz mittels einer Spritze (injizieren) in die Vene, unter die Haut oder in die Muskulatur (Gesäß, Oberarm).
Insektengiftallergie Patienten mit einer Allergie auf stechende Insekten reagieren häufig nicht nur mit Asthma, sondern auch mit lokalen Schwellungen, was unter Umständen auch zu erschwerter Atmung und Erstickungsgefühl/-gefahr führen kann. Außerdem können Kreislaufreaktionen und sogar ein manchmal tödlicher Kreislauf- kollaps (Schock) auftreten. Die beste Maßnahme ist die Hyposensibilisierung. Insektengiftallergiker müssen für den Notfall mit einer "Schockapotheke", d.h. mit besonderen, sofort wirksamen Medikamenten, ausgestattet und für den Notfall geschult werden.
Insektenrepellent(Mückenschutz) Wie können Sie versuchen, sich vor Insektenstichen zu schützen?
Verzehren Sie im Freien keine Speisen oder süße Getränke.
Pflücken Sie kein Obst oder Blumen.
Halten Sie sich nicht im Bereich von Abfallkörben oder Fallobst auf.
Verwenden Sie keine Parfüms oder parfümierte Kosmetika.
Laufen Sie nicht barfuß.
Sorgen Sie dafür, daß die Haut durch Kleidung möglichst bedeckt ist und Insekten nicht unter die Kleidung gelangen können.
Schweiß lockt Insekten an, vermeiden Sie also körperliche Anstrengungen im Freien.
Verwenden Sie Insektennetze vor Ihren Fenstern.
Vermeiden Sie hastige Bewegungen in der Nähe von Insekten.
Inspiration Einatmung
Inspiratorische Kapazität Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung eingeatmet werden kann.
Insuffizienz Ungenügende Leistung eines Organs oder eines Organsystems, z.B. Herz, Lunge, Niere.
Interstitielle Pneumonie Entzündung der Lunge, betrifft die Zwischenräume zwischen den Alveolen; sie führt zur Versteifung des Lungengewebes und erschwert die Atmung.
Intrakutan-Test Die Testsubstanz wird direkt in die Lederhaut (unter der Oberhaut liegend) gespritzt. Reagiert die Haut auf die Substanz, liegt eine Allergie vor.
Intrathorakal Innerhalb der Brusthöhle gelegen.
Intravenöse Infusion Länger als eine Injektion dauernde Gabe eines Arzneistoffes oder einer Lösung in die Vene.
Intrinsic Asthma Asthma bronchiale, dessen "körpereigene" Ursache im Gegensatz zu extrinsic, allergischemAsthma nicht bekannt ist. Oft in Kombination mit: Sinusitis, Bronchitis, Infektion.
Invasive Untersuchungsmethoden Sind solche, die mit Einführung eines Gerätes in den Körper verbunden sind (Beispiel: Bronchoskopie). Nichtinvasive Untersuchungen stellen das Gegenteil dar; sie werden also von außerhalb des Körpers durchgeführt (Beispiel: Röntgen, Ultraschall).
Ipratropiumbromid Eine Substanz, die in die Gruppe der Anticholinergika gehört und bronchialerweiternd wirkt.
Irreversibel "Nicht rückbildbar" - ist das Gegenteil zu "reversibel"
Isometrisches Training Ist das Training/die Aktivierung von Muskeln durch Spannungsveränderung (Anspannen - Entspannen).
J
K
Kapillaren Biologie: die zwischen Arterien und Venen eingeschalteten, dem Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe dienenden außerordentlich dünnwandigen feinsten Blutgefäße
Karenz Die möglichst weitgehende Meidung der Stoffe, welche die Allergie verursachen
Kartagener Syndrom Gleichzeitiges Auftreten einer falschen - spiegelbildlich verkehrten - Lagerung der inneren Organe (Herz nicht links, sondern rechts in der Brust) zusammen mit der Erkrankung an Bronchiektasen und Erkrankungen der Nasennebenhöhlen.
Katarakt Linsentrübung am Auge - Grauer Star (s. Glaukom)
Kausale Therapie Eine Behandlung, die die Ursache der Erkrankung angeht.
Keuchatmung Pfeifendes, brummendes, giemendes Atemgeräusch, das durch die Verengung der Atemwege bedingt ist; meist von Atemschwierigkeiten begleitet. Häufiges Symptom bei Patienten mit Asthma bronchiale oder COPD.
Klimabehandlung Bedeutet, dass unter Umständen Asthmakranke sich z.B. in warmer und reiner Luft besser fühlen als in der tagtäglichen Umgebung und dass dies bei der Behandlung Berücksichtigung finden sollte. Doch welchem Asthmatiker welches Klima gut tun könnte, lässt sich nicht genau vorhersagen. Sicher ist, dass ein Patient mit einer Hausstaubmilben-Allergie in möglichst großer Höhe (1600 m) zur Kur gehen sollte, da es dort keine Milben gibt, während ein Pollen- Allergiker eher Regionen aufsuchen sollte, wo es keine Pollen gibt (Hochseeinsel, Wüste etc.). Wieder andere sollten am Meeresstrand spazieren gehen, um das Aerosol einzuatmen, das durch die Brandung entsteht. Dennoch sollten die klimatischen Gegebenheiten bei der Auswahl des Kurortes nicht allein ausschlaggebend sein. Wichtiger als das besondere Kurortklima sind nämlich die medizinischen/ärztlichen Behandlungsmöglichkeiten. Dabei spielen neben den medikamentösen und nicht-medikamentösen Behandlungsmethoden auch Aufklärung und Schulung sowie Atemgymnastik und Lungensport eine wichtige Rolle
Klopfmassage Das Abklopfen des Oberkörpers mit der Handfläche und der Handkante in gleichmäßigem Rhythmus und Druck, um Schwingungen zu erzeugen, die das leichtere Abhusten des Sekrets ermöglichen.
Knochendemineralisierung Störung des normalen Mineralhaushalts der Knochen (Osteoporose), häufig eine Komplikation bei hoher und langfristiger Gabe eines Corticosteroids in Form von Tabletten und bei überhöhter Gabe inhalativen Cortisons.
Kohlendioxid Ein farbloses, unschädliches Gas, das als "Abfallprodukt" während des Stoffwechsels in den Körperzellen entsteht und über den Blutkreislauf zu den Lungenbläschen (Alveolen) geleitet wird. Dort erfolgt der Gasaustausch: Kohlendioxid wird vom Blut an die Lungenbläschen abgegeben und verlässt über die Atemwege den Körper in der ausgeatmeten Luft.
Kohlenmonoxid Giftiges Gas, in Autogasen und im Zigaretten rauch enthalten.
kompensatorisch ausgleichend (bezogen auf Funktionsstörungen eines Organs bzw. ihre Folgen)
Konjunktivitis Entzündungsreiz mit vermehrter Blutfülle (rotes Auge) mit Absonderungen von Eiweißstoffen und weißen Blutkörperchen aus den Gefäßen
Kortikoide(Cortikoide) Kortisol ist ein körpereigenes Hormon, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Es wird vom Körper bei Verletzung, Streß, Schmerz und allen entzündlichen Prozessen vermehrt ausgeschüttet. In der Medizin wird nicht nur das Kortisol als solches eingesetzt, sondern es werden auch Wirkstoffe verwendet, die dem Kortisol in Wirkung und chemischer Struktur sehr ähnlich sind, deren Wirksamkeit aber durch chemische Unterschiede stärker ist als die des körpereigenen Kortisols. Man bezeichnet solche dem Kortisol ähnlichen Stoffe als Kortikoide oder Kortisol-Derivate ("Abkömmlinge"). Man unterscheidet schwach wirkende, mittelstarke und sehr starke Kortikoide. Kortisol ist im Körper an zahlreichen Vorgängen beteiligt. Es hemmt entzündliche Prozesse und die Reaktion des Immunsystems, es fördert die Ausscheidung von Kalzium, es fördert den Abbau von Muskelsubstanz (Eiweiß) zu Kohlenhydraten, es fördert die Bildung von Zucker in der Leber und erhöht dadurch den Blutzuckerspiegel. Aus dieser Aufzählung der Wirkungen ergeben sich auch die Nebenwirkungen von Kortisol und den Kortikoiden. Die Leistungsfähigkeit des Immunsystems wird unterdrückt. Die Anfälligkeit für Infektionen steigt. Wegen der immununterdrückenden Wirkung darf Kortisol bei Virusinfektionen nur mit Vorsicht eingesetzt werden. Die immununterdrückende Wirkung von Kortikoiden ist manchmal sogar erwünscht. In der Behandlung der sogenannten Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem sich gegen den eigenen Körper richtet, spielt Kortisol auch heute noch eine wichtige Rolle. Der Abbau von Muskelsubstanz und der Abbau des Knochengerüsts (Osteoporose) sind die gefürchtetsten Nebenwirkungen der Kortikoide. Diese Nebenwirkungen muß man allerdings nur in den seltenen Fällen befürchten, in denen Kortisol in hoher Dosierung über einen langen Zeitraum eingenommen werden muß. Eine kurzfristige Kortisol-Einnahme ist in der Regel unbedenklich.
kurative Behandlungen Ärztliche Maßnahmen, die zur Heilung der festgestellten Erkrankung führen. "Kurative Medizin" meint also "heilende Medizin", während "palliative Maßnahmen" eine kurzfristige Hilfe bei einer Erkrankung, bei der keine Heilung oder entscheidende Beeinflussung des Verlaufs möglich sind, bedeuten.
Kur (Rehabilitation) Offene (Bade-) Kur: Sie erfolgt in einem Hotel/einer Pension oder in einer selbst angemieteten Ferienwohnung mit "Anwendungen" unter lokaler ärztlicher Betreuung - meist durch einen zugelassenen Kurarzt vor Ort. Für die Unterkunft kann auf Antrag bei der Krankenkasse mit einem täglichen Zuschuss gerechnet werden. Die Kosten der Anwendungen werden üblicherweise von der Krankenkasse übernommen. Kuren in ärztIichen Heimen/Einrichtungen: Hier handelt es sich in der Regel um Vertragshäuser der Krankenkassen oder der Rentenversicherungsträger. Antrag: Die Antragsformulare sind nahezu ausnahmslos bei den zuständigen Krankenkassen oder Rentenversicherungsträgern erhältlich. Je stärker die Funktionsdefizite (z.B. Lungenfunktion) sind und je präziser und differenzierter diese schon im Antrag und im ärztlichen Attest oder Befundbericht angegeben werden, desto aussichtsreicher ist es, eine Genehmigung zu erhalten (s. Rehabilitationsmaßnahme).
Kurzzeit-Immuntherapie Bei der Kurzzeitimmuntherapie wird dem Allegiker das bei Ihm zu den Beschwerden führende Allergen kurz vor der Pollenflugzeit in steigender Dosierung gespritzt.
Kyphoskoliose Buckelbildung bei gleichzeitiger seitlicher Verkrümmung und Verdrehung der Wirbelsäule; sie kann zu Atemstörungen führen, falls sie sehr ausgeprägt ist.
L
Lagerungsdrainage Lagerung des Körpers der Patienten in einer Weise, die geeignet ist, das Bronchialsekret besser abfließen zu lassen. Dabei liegt der Kopf des Patienten niedriger als Brust und Lunge. Die Maßnahme lässt sich durch gezieltes Abhusten (Hustentechnik) und Klopfmassagen bzw. durch den Einsatz des "Flutter" oder RCCornet® noch unterstützen.
Langzeit-Immuntherapie Bei der ganzjährigen Langzeitimmuntherapie wird das Immunsystem langsam an die Allergene gewöhnt.
Lanzette Verwendet man für die Blutentnahme aus der Fingerspitze
Lappenbronchien Die Lappenbronchien sind Bestandteil des Bronchialbaums / Bronchialsystems. Sie zweigen von den Stammbronchien, d.h. von den Hauptbronchien ab und verzweigen sich in Segmentbronchien.
Larynx Kehlkopf
Latenzzeit Verspätetes Auftreten / Einsetzen, z.B. die Zeit, die zwischen der Aufnahme eines Bakteriums / Virus in den Organismus und dem Ausbruch des Bronchialinfekts besteht
lateral seitlich
Leukotrien-Antagonisten Leukotrienantagonisten(Singulair) blockieren bestimmte Botenstoffe der allergischen Reaktion
Leukotriene Das sind Botenstoffe, die aus der Mastzelle und anderen Entzündungszellen freigesetzt werden. Sie führen beim Asthmapatienten zu m Bronchospasmus.
Lippenbremse s. Atemtechniken
lobir einen Lappen/Lungenlappen betreffend
Lobektomie Operative Entfernung eines Lungenlappens
Lobus Lungenlappen. Der rechte Lungenflügel ist in drei Lappen unterteilt, der linke in zwei.
Lungenasbestose s. Asbestose
Lungenbläschen s. Alveolen
Lungenembolien Sind Verschlüsse von Lungenarterien z.B. durch Blutgerinnsel, die am häufigsten in den Beinen entstehen, z.B. auf Grund von Operationen oder Unfällen, gegebenenfalls auch durch zu langes unbewegliches Sitzen (im Flugzeug). Diese Blutgerinnsel können sich von den beschriebenen Entstehungsorten durch den Blutkreislauf zur Lunge bewegen und dort eine Lungenarterie blockieren.
Lungenemphysem Ein Lungenemphysem ist eine krankhafte Überblähung der Lungen durch Luft infolge einer Zerstörung der Lungenbläschen. Das Gasvolumen wird dadurch erhöht, das Ausatmen fällt dem Betroffenen schwer. Meist sind nicht alle Lungenabschnitte beteiligt. Man unterscheidet eine akute Überblähung beim Asthmaanfall und das chronische Emphysem, das meist als Folge einer chronischen Bronchitis bei Rauchern auftritt. Während die akute Überblähung in den allermeisten Fällen folgenlos ausheilt, verliert beim chronischen Lungenemphysem das Gewebe der betroffenen Bereiche durch die ständige Überdehnung an Elastizität - ein Vorgang, der nicht rückgängig gemacht werden kann. Folge ist die Zerstörung von Lungenbläschen und deren Scheidewänden.
Lungenentzündung Deutsche Bezeichnung für Pneumonie
Lungenfibrose s. Fibrose
Lungenflügel Die Lunge unterteilt sich in den rechten und den linken Lungenflügel.
Lungenfunktionsprüfung Lungenfunktionsprüfung hat als Ziel:
Überprüfung der Atemmechanik
Überprüfung des Gasaustausches der Lunge in Ruhe und unter Belastung
atemmechanische Funktionsgrößen bestimmen
die Lungenvolumina (Vitalkapazität, inspiratorische Kapazität)
die Atemwiderstände (Resistance und Compliance)
ventilatorische Funktionsgrößen bestimmen
Atemfrequenz und Atemzeitvolumen
als Verfahren verwendet
Spirometrie
Plethysmographie
Ozilationsmethoden mit überlagerten Drucksignalen
Lungenherzschwäche s. Cor pulmonale
Lungenhilus Ist die Stelle, an der die Hauptbronchien in die Segmentbronchien übergehen und die dazugehörenden großen Gefäße sich in kleinere Gefäße aufteilen.
Lungenhochdruck Unter Lungenhochdruck (pulmonaler Hypertonie) versteht man Erkrankungen mit erhöhtem Druck im Lungenarteriensystem. Lungenhochdruck kann primär, das heißt ohne erkennbare Ursache, oder sekundär aufgrund einer Lungen-, Herz- oder systemischen Krankheit auftreten.
Lungenkreislauf Auch „kleiner Kreislauf“ genannt. Das Blut fließt in ihm vom Herzen (rechte Herzkammer) zur Lunge, tankt dort Sauerstoff wird zum Herzen zurückgeführt (linker Vorhof) und geht von dort (linke Herzkammer) in den ‚großen Kreislauf“ oder „Körperkreislauf“, der der Versorgung des Gesamtorganismus mit Sauerstoff dient. Die Lunge selbst wird allerdings über den „kleinen Kreislauf“ mit Sauerstoff versorgt.
Lungenlappen s. Lobus
Lungenvolumenreduktion Operative Entfernung der am stärksten durch Uberblähung (Emphysem) betroffenen Lungenteile, um die Überdehnung des Brustkorbes und des Zwerchfelles zu lindern.
Lungensport Ist das gezielte und der Erkrankung des Patienten angemessene körperliche Belastungstraining in einer Gruppe mit anderen Patienten mit Atemwegs- und Lungenerkrankungen unter Anleitung eines speziell geschulten Fachübungsleiters und — je nach Schweregrad der Erkrankung der Gruppenmitglieder — unter ärztlicher Begleitung bzw. bei ärztlicher Rufbereitschaft. Lungensport bringt vor allem COPD-Patienten, aber auch Asthmatikern und Lungenoperierten eine Erhöhung der Belastbarkeit und der Belastungsdauer und bessert so die Lebensqualität.
Lungentransplantation Möglich ist die Transplantation eines Lungenflügels, beider Lungenflügel oder die kombinierte Transplantation von Herz und Lunge.
Lungenvolumen / Lungenvolumina Die Lungenvolumina werden unterteilt in: Vitalkapazität, die Luftmenge, die bei der stärksten Ausatmung — ohne zeitliche Begrenzung der Ausatmung - ausgeatmet werden kann. Inspiratorische Kapazität, die Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung eingeatmet werden kann. Exspiratorisches Reserve volumen, die Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung zusätzlich noch ausgeatmet werden kann. Funktionelle Residualkapazität die Luftmenge, die nach einer normalen Ausatmung noch in der Lunge verbleibt. Residualvolumen, die Luftmenge, die auch noch nach maximaler Ausatmung in der Lunge verbleibt. Totalkapazität, die Luftmenge, die sich aus Vitalkapazität und Residualvolumen zusammensetzt.
Lyse Lösung
M
maligne bösartig
Mastzellen zu den Granulozyten zählende Zellen des Körpergewebes, die bei Immunreaktionen (z.B. bei Allergien) Histamin, Heparin u.a. Hormone ausschütten und damit die Entzündungssymptome (z.B. Schwellung, Rötung) fördern.
Mediastinum Mittelfell bzw. mittleres Gebiet des Brustraums (zwischen den beiden Lungenflügeln).
Mediatoren Botenstoffe des Körpers, die bei verschiedenen Körperfunktionen eine Rolle spielen und auch bei allergischen Reaktionen mitwirken
Metabolismus Bedeutet Stoffwechsel. Im Zusammenhang mit Arzneimitteln (Metabolisierung von Arzneistoffen) bedeutet er die häufig in der Leber ablaufende Umwandlung der Stoffe in über die Niere oder Darm ausscheidbare Substanzen. Die entstehenden Metaboliten verändern dabei ihre biologische Wirksamkeit: sie können unwirksam, weniger wirksam oder sogar wirksamer sein als die Originalsubstanz.
Metacholin Die Provokation mit Metacholin erlaubt die Messung der bronchialen Reizschwelle. Damit kann festgestellt werden, ob und wie schnell die Atemwege mit einer Verengung auf Atemluft-Reize reagieren (=bronchiale Hyperreaktivität).
Metastasen Tochtergeschwulste in verschiedenen, entfernten Organen beim Krebs, z.B. in der Leber bei Bronchialkarzinom.
Methylprednisolon Cortison, das in Tablettenform im Handel ist.
Montelukast Ein Wirkstoff, der zur Gruppe der Anti-Leukotriene gehört
Morbidität Verhältnis der Anzahl der Erkrankungen zur Zahl der Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum.
Morbus Bechterew Chronisch entzündliches Leiden des Knochengelenksystems mit Befall der Wirbelsäule. Dadurch kann es zur Beeinträchtigung der Dehnbarkeit des Brustkorbes und so zur erschwerten Atmung kommen.
Mortalität Sterblichkeit-Verhältnis der Anzahl der Todesfälle zur Anzahl der Gesamtbevölkerung in einem bestimmten Zeitraum.
Mukolyse Schleimlösung, die medikamentös mit Mukolytika oder mit krankengymnastischen Methoden (z.B. Klopfmassage) herbei geführt werden kann.
Mukolytikum Medikament zur Schleimlösung
Mukopharmakon s. Mukolytikum
Mukoviszidose Die häufigste erbliche Stoffwechselerkrankung unserer Bevölkerung. Die Symptome werden oft mit Keuchhusten, Asthma, Bronchitis oder Zöliakie verwechselt. Die Krankheit führt zu schweren Störungen von Atmung und Verdauung. Die Absonderung bestimmter Körperflüssigkeiten wie Schweiß und Schleim ist gestört. Sekrete in Lunge und Bauchspeicheldrüse, aber auch in anderen Organen (z.B. in der Leber) sind zäher als bei nicht Erkrankten. Die feinen Äste der Bronchien, die Gänge der Bauchspeicheldrüse und die Gallengänge verstopfen, die Organe können nicht mehr richtig arbeiten. Die Ursache der Krankheit - ist ein genetischer Defekt....
Mukus Zur normalen Funktion der Lungenoberfläche gehört, daß die Epithelzellen eine kleine Menge Flüssigkeit absondern, die als Mukus bzw. Oberflächenflüssigkeit die Atemwege benetzt.
Musiktherapie Musiktherapie ist eine Behandlung im Rahmen einer Psychotherapie. Das Erleben und Verhalten des Patienten soll konstruktiv verändert verden, damit er seine Persönlichkeit besser entfalten kann. Wissenschaftliche Studien über den Erfolg einer solchen Therapie gibt es nicht.
Muskelkontraktion Die Muskeln verkürzen sich. Gegenteil: Muskelrelaxation
Mutation Veränderung der Gene
N
Nächtlicher Husten Meist trocken, kann ein erstes Anzeichen für ein beginnendes Asthma bronchiale —oder dessen Verschlechterung— sein.
Nahrungsmittelallergie Allergie, die durch Bestandteile in Lebensmitteln (Allergene) hervorgerufen wird. Sie kann als Schleimhautschwellung im Mund, Hautausschlag, allergischer Schnupfen oder Asthma, bei Erdnussallergie auch als anaphylaktischer Schock in Erscheinung treten.
Nasennebenhöhlen Hohlräume in den Knochen des Gesichtsschädels, die mit der Nase in Verbindung stehen. Die Nasennebenhöhlen sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet, die sich entzünden kann. Man spricht dann von einer Nasennebenhöhlenentzündung, Sinusitis.
Naturheilverfahren
Es gibt sinnvolle Verfahren bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen:
Aufenthalt in allergenarmen Zonen (Klimabehandlung) und
Sole-Inhalationen zur Förderung des Abhustens von Schleim Wirkungen sind bislang nicht nachgewiesen bei
Kneipp‘schen Anwendungen
Sauna und Dampfbädern
Bei der Inhalation von Dämpfen der echten Kamille, aber auch Sole können sich die Bronchien infolge der Reizung der Schleimhäute (selten bei Kamille) verengen.
Nebulator lnhalationshilfe / Spacer
Neuraltherapie Störende Reize sollen von bestimmten Krankheitsherden auf andere Organsysteme übergehen. Störfelder sollen z.B. Zähne, Narben oder Gaumenmandeln sein. Durch lokale Betäubung der Störfelder soll ein weit entfernter Krankheitsherd beeinflusst werden. Bei Injektionen in schwer zugänglichen „Störfeldern“ oder infolge allergischer Reaktionen auf das gespritzte Medikament kann es zu Schäden kommen. Wissenschaftliche Studien über den Erfolg einer solchen Therapie gibt es nicht.
Neurodermitis(Atopische Dermitis, atopisches Ekzem, endogenes Ekzem) Chronische,stark juckende, oberflächliche Entzündung der Haut mit unterschiedlichem Verlauf und unterschiedlichen Krankheitszeichen :
Säuglingsekzem ("Milchschorf" oder "Vierziger"): ab etwa dem dritten Lebensmonat Rötung, Bläschenbildung und Schuppung an Wangen, Gesicht, Kopfhaut.
Atopische Dermitis Jugendlicher und Erwachsender : meist symmetrische Hauterscheinungen an Gesicht, Nacken, Ellbogen, Kniekehlen mit trockener, geröteter, verdickter, schuppender, zerkratzter Haut; starker Juckreiz, flächenhafte Pigmentverschiebungen(Farbflecken).
Nickelallergie Die weitverbreiteten Nickelallergien werden meistens durch nickelhaltigen Schmuck, z. B. Ohrstecker oder Piercing, Clips, Ringe oder Halsketten ausgelöst. Häufig findet eine Sensibilisierung schon im Kindesalter statt. Insbesondere kleine Mädchen werden oft mit "unechten" Halsketten oder Ohrsteckern geschmückt. Die junge Haut ist jedoch besonders empfindlich. Schwitzen begünstigt die Entstehung einer Allergie, häufiges Waschen ist kein Schutz, da es die Haut zusätzlich reizt und sie noch empfänglicher macht. Schon geringe Nickelfreisetzungen können bei sensibilisierten Menschen eine Nickelallergie aufrecht erhalten. Nicht immer sind nur die Kontaktstellen von einem Ekzem betroffen. Die Nickelallergie ist eine Typ IV Allergie, eine Spätreaktion. Die Nickelsalze lagern sich an körpereigene Zellen an und lösen eine Abwehrreaktion der T-Lymphozyten aus.
Non -Compliance Das Gegenteil von Compliance. D. h. in der Medizin: der Patient hält sich nicht an die von dem Arzt zur Behandlung der Krankheit vorgeschriebene Behandlung, nimmt z.B. einzelne Medikamente nicht oder nicht in der verordneten Dosis ein.
Notfallplan Ein zwischen Arzt und Patient vereinbarter Vorgehensplan, in dem festgehalten ist, was der Patient in Atemnotsituationen oder bei niedrigen Peakflow-Werten tun soll.
Notfallspray Schnell wirksame „Asthma“-Sprays (Adrenergika, Betamimetika, Sympathomimetika), die bei Atemnot, am besten frühzeitig eingesetzt werden. Man spricht auch von einer Medikation bei Bedarf.
Novolizer Inhalationssystem zur Verwendung einer Pulverinhalation
Noxe Krankheitserregende Ursache
O
Obstruktion Verlegung bzw. Verstopfung von Bahnen bzw. Kanälen des menschlichen Körpers; auch (aber nicht nur) durch entzündliche Prozesse. Liegt eine Obstruktion (d.h. eine Behinderung des Atemflusses bei der Ausatmung) vor, erreicht der maximale Atemfluß nicht den vorgegebenen Sollwert. In der Regel ist bei dieser Befundkonstellation vor allem die forcierte exspiratorische Einsekundenkapazität (FEV1) eingeschränkt. Bei der COPD beispielsweise kommt es darüber hinaus oftmals zu einem Kollaps der kleinen, peripher gelegenen Atemwege. Liegt eine messbare Obstruktion vor, kann deren Reversibiliät mittels eines Bronchospasmolysetests festgestellt werden.
obstruktiv bzw. chronisch "obstruktive" Atemwegerkrankungen wobei das Wort obstruktiv die Verengung bezeichnet, die durch die Erkrankungen in den Atemwegen hervorgerufen wird und die zur Atemnot führen kann.
Ödem Krankhaftes Speichern von Wasser im Gewebe, besonders in den Beinen. Kann bei Erkrankungen von Herz, Nieren oder Lymphgefäßen auftreten sowie bei Allergien und aufgrund von Mangelernährung oder der Einnahme von Medikamenten.
Ösophagus Speiseröhre, Muskelschlauch, durch den die Nahrung vom Mund/Rachenraum in den Magen befördert wird.
Oral Durch den Mund — z.B. „orale Atmung“ (Mundatmung) im Gegensatz zu „nasaler Atmung“ (Nasenatmung) oder „orale Medikation“ (Einnahme durch den Mund) im Gegensatz zur „parenteralen Medikation“ (Verabreichung durch Spritzen).
Osteoporose Erkrankung des Skelettsystems, Entkalkung der Knochen und dadurch Verringerung der Knochendichte (Knochenentkalkung).
Oxitropiumbromid Substanz, die in die Gruppe der Anticholinergika gehört und bronchialerweiternd wirkt
Oxymeter Gerät, das am Ohrläppchen oder Finger den arteriellen Sauerstoffgehalt des Blutes feststellt
Ozon Ozonhaltige Luft tritt im Sommer bei bestimmten Wetterlagen auf. Ein erhöhter Ozongehalt in der Atemluft wirkt toxisch und kann zur Schleimhautreizung, Müdigkeit und zur Dyspnoe führen
Ozontherapie (Variante der Eigenblutbehandlung) Eine kleine Menge Blut wird unter Bestrahlung mit ultraviolettem Licht mit Sauerstoff durchperlt und anschließend dem Patienten zurück infundiert. Andere Namen sind hämatogene Oxydationstherapie (HOT) oder Ultraviolett- Blutwäsche (UVB). Das Prinzip soll dem Einfluss des Lichts auf das Chlorophyll in der Pflanze vergleichbar sein. Wissenschaftliche Studien über den Erfolg einer solchen Therapie gibt es nicht
P
Pädiatrische Pneumologie Atemwegserkrankungen im Kindesalter
Patch-Test englisch patch = aufkleben - wird auch Epikutantest (lateinisch epi = auf, lateinisch cutis = Haut) oder Pflastertest genannt. Der Patchtest ist ein Hauttest, mit dem sich Allergien vom Spättyp (Typ IV), wie z. B. Kontaktallergien, nachweisen lassen
Palliative Behandlung Lindernde Behandlung (z.B. der Schmerzen bei Patienten mit Krebs) im Gegensatz zur heilenden Behandlung
Patientenschulung Vermittlung von Wissen über die Krankheit, über die Behandlung und darüber, was jeder Patient für sich selbst tun kann — in Verbinlung mit Einübung und Training bestimmter Fertigkeiten (vom Peakflow-Messen über die Anwendung eines Dosieraerosols bis hin zu atemerleichternden Körperhaltungen u .a . m.). Ratientenschulung wird in Rehabilitationskliniken, in ärztlichen Praxen und in Zusammenarbeit mit Ärzten und Physiotherapeuten/ Krankengymnasten in Selbsthilfegruppen durchgeführt
Peak-Flow Englisch — wörtliche Übersetzung „Spitzenfluss‘ So wird die größtmögliche Stärke des Luftstroms genannt, der mit einem kräftigen Atemstoß ausgeatmet werden kann. Für einen 2Ojährigen sollten die Werte bei ca. 480 Liter pro Minute, für eine gleichalte Frau bei etwa 360 Liter/Minute liegen. Bis zum 70. Lebensjahr nehmen diese Soll-Werte um etwa die Hälfte ab; sie sind auch von der Körpergröße abhängig. Dieser maximale Atemstoß kann von Messung zu Messung auch bei gesunden Menschen bis zu 10 schwanken. Bei Asthmakranken ist der PEF niedriger und schwankt stärker (mehr, als 20 Ob) Der Schweregrad desjeweils aktuellen Gesundheitszustandes eines Asthmakranken lässt sich deshalb nicht mit einer einmaligen Messung ermitteln. Jeder Asthmapatient sollte seinen eigenen Bestwert ermitteln und diesen dann mit den aktuellen Peakflow-Werten vergleichen. Deshalb sollte jeder Asthma-Patient regelmäßig und zweimal am Tag den Peakflow messen und diesen in das Asthmatagebuch eintragen. Besonders wichtig ist dies bei vermuteten Asthma-Verschlechterungen. Im Vergleich mit dem individuellen Bestwert kann der Patient feststellen, ob seine Bronchien offen oder geschlossen sind. Außerdem kann er mittels der Werte eine beginnende Verschlechterung seines Gesundheitszustandes erkennen, die er selbst körperlich noch gar nicht wahrnehmen kann (Ampelsystem).
Peakflow-Meter Einfaches, kleines, tragbares Gerät, das für Patienten mit Atemwegserkrankungen entwickelt wurde und mit dem sich der Spitzenfluß bei stärkster Ausatmung (Peakflow) messen lässt. Werte, die im Vergleich zum individuellen Bestwert der betreffenden Person erniedrigt sind, zeigen eine Verengung der Bronchien an
Pflanzenpollen Blütenstaub, der bei Pollenallergikern allergische Beschwerden auslöst
physiologisch Den normalen Lebensvorgängen im Organismus des Gesunden entsprechend
Physiotherapeut Krankengymnast
Physiotherapie Unter Physiotherapie versteht man die Verwendung physikalischer Einflüsse (Massage, Wärme, Strahlen, Elektrizität, Wasser u. a.) zur Krankenbehandlung. Zu den wichtigsten Methoden gehören: Krankengymnastik, Massage, Ergo-, Hydro-, Elektro-, Balneo-, Licht- u. Wärmetherapie.
Phytotherapie Die Lehre von der Wirkung von Heilpflanzen. Die Wirkung der Heilpflanzen ist wissenschaftlich meist nicht einwandfrei bestätigt. Viele Heilpflanzen enthalten aber —allerdings in wechselnden Konzentrationen— Wirkstoffe (Alkaloide), die aus der Pflanze extrahiert oder (oft billiger) auf dem chemischen Wege hergestellt hochwirksame Medikamente sind, wie zum Beispiel das Opium (aus der Mohnpflanze) oder das Ephedrin. Die pflanzliche Herkunft eines Wirkstoffes ist daher weder ein Beleg für seine Harmlosigkeit noch für seine Wirksamkeit oder Unwirksamkeit. Schleimlösend wirken: Anis / Sternanis, Fenchelfrüchte, Hohlzahnkraut, Kiefernsprossen, Lärchenterpentin, Minzöl, Primelwurzel, Quendelkraut, Schlüsselblumen-Blüten, Seifenrinde, Seifenwurzel, Senegawurzel, Thymiankraut, Vogelknöterichkraut Den Hustenreiz lindern: Eibischwurzel, isländisches Moos, Malven- blätter, Malvenblüten, Spitzwegerichkraut, Süßholzwurzel, Wollblumen Den Hustenreiz dämpfen: Efeublätter, Lindenblüten, Sonnentaukraut . Bei Erkältungen werden eingesetzt: Holunderblüten, Lindenblüten, Mädesüßblüten
Pleura Brustfell / Rippenfell, eine die Lunge umhüllende Haut, die am Brustkorb und am Zwerchfell haftet
Pleuritis Entzündung des Brustfells / Rippenfells.
Pneumektomie Operative Entfernung eines Lungenflügels
Pneumologe Facharzt für Lungen- und Bronchialheilkunde
Pneumologie Die Pneumologie beschäftigt sich mit Diagnose und Therapie von Lungenerkrankungen. Als Pneumologen bezeichnet man spezialisierte Fachärzte für Lungenkrankheiten.
Pneumokokken Bakterien, die u.a. häufig für eine Pneumonie (Lungenentzündung) verantwortlich sind.
Pneumokokkenimpfung Impfung gegen Pneumokokken, die Verursacher einer Lungenentzündung (Pneumonie) sein können, zur Vermeidung einer solchen.
Pneumonie Lungenentzündung (Pneumonie).
Pneumothorax Beim Pneumothorax ist Luft in das Brustfell gelangt. Das Brustfell sorgt normalerweise dafür, dass die elastische Lunge bis an die Wand des Brustkorbs ausgedehnt bleibt. Je nachdem, wie viel Luft in das Brustfell gelangt ist, schrumpft die Lunge mehr oder weniger zusammen. Ein Pneumothorax verursacht möglicherweise überhaupt keine Beschwerden, er kann aber auch zu lebensbedrohlichen Zuständen führen.
Pollen Der Pollen wird von Samenpflanzen zur geschlechtlichen Fortpflanzung produziert. Pollen werden vom Wind, Wasser, Insekten, Vögeln oder anderen kleinen Tieren verbreitet. Die Pollen einer jeden Pflanzenart zeigen eine charakteristische Oberflächenstruktur, die eine Zuordnung erlaubt. Vom Wind verbreitete Pollen sind für viele Menschen mit Allergien problematisch.
Pollinosis Heuschnupfen
postoperativ nach der Operation
Prävalenz Die prozentuale Häufigkeit einer Krankheit in der Bevölkerung
Prävention Vorbeugende Gesundheitspflege
Präventiv Vorbeugend
Präventive Maßnahmen Vorbeugende Behandlungsmaßnahmen zur Vermeidung einer Erkrankung, z.B. Grippeimpfung
Prednisolon Cortison ist als Tablette unter verschiedenen Namen im Handel.
Prednison Cortison ist als Tablette unter verschiedenen Namen im Handel.
Prick-Test Beim Pricktest können viele Allergene gleichzeitig getestet werden. Der Test ist so beliebt, weil er schnell und einfach durchzuführen und weil er wenig schmerzhaft ist. Es werden mit einem Stift auf dem Unterarm 10 - 20 Zahlen aufgemalt. Verschiedene verdächtige Substanzen werden dann in gelöster Form neben die Zahlen auf die Haut getropft. In jeder Lösung ist ein anderes Allergen enthalten. Durch die Tropfen hindurch wird mit einer kleinen Lanzette in die Hautoberfläche "gepiekst", so dass die Flüssigkeit in die Haut eindringen kann. Das Ergebnis kann schon nach 15 bis 20 Minuten und später noch einmal nach 6 Stunden Wartezeit abgelesen werden. Wenn um einige der Einstichstellen kleine Rötungen (Erythem) und Quaddeln entstanden sind, bedeutet dies eine positive, also allergische Reaktion. Zur Größenmessung der entstandenen Quaddeln stehen verschiedene Schablonen zur Verfügung.
Primäre ciliäre Dyskinesie Unter primärer ciliären Dyskinesie (CD.) (s. auch unter Kartagener-Syndrom), versteht man eine angeborene Störung der normalerweise streng koordinierten Bewegungen der Flimmerhärchen
Primäre pulmonale Hypertonie Erhöhung des Blutdrucks im Lungenkreislauf deren Ursache unbekannt ist
Prognose Vorhersage zum Verlauf einer Krankheit
Progressive Muskelentspannung Eine Art der Physiatherapie. Bei der progressiyen Muskelentspannung werden einzelne Muskelgruppen nacheinander intensiv angespannt und anschließend sofort entspannt. Es geht bei dieser Methode darum, den Gegensatz zwischen Anspannung und Entspannung zu spüren und dadurch einen tiefen Entspannungszustand zu erreichen
Prophylaxe Vorbeugende Maßnahme, vorbeugendes Verhalten, um sich vor einer Erkrankung zu schützen
Provokationstest Auslösung von allergischen Symptomen im Rahmen einer allergologischen Diagnostik durch Applikation von Allergen-Extrakten; z.B. als bronchialer P.: Provokation einer Obstruktion durch bronchiale Applikation einer Allergen-Lösung (in der Diagnostik des Asthma bronchiale); konjunktivaler P.: Provokation einer Bindehautentzündung durch lokale Applikation einer Allergen-Lösung; als Ophthalmotest zur Vortestung von Röntgen-Kontrastmitteln u. Seren sowie zur Diagnostik z.B. der Tuberkulose (mit Alttuberculin n. WOLFF//EISNER, CALMETTE); nasaler P.: Auslösung einer allergischen Entzündung im Bereich der Nase durch lokale Applikation einer Allergen-Lösung bei Verdacht auf Rhinitis allergica (z.B. Heuschnupfen); oraler P.: Provokation von Unverträglichkeitsreaktionen durch vorsichtige orale Applikation von Substanzen (Nahrungsmittel, Arzneimittel etc.).
Pruritus Pruritus ist Juckreiz und das Symptom einiger Haut-, Nerven- und organischer Krankheiten. Es ist nicht dasselbe wie Prurigo (juckende Hautkrankheit). Bei ->Neurodermitis gibt es eine pruriginöse Variante.
Pseudo-Allergie Allergische Reaktionen ohne Allergie: Hautausschläge, Quaddelbildung, Schnupfen, asthmatische Anfälle, das sind äußere Anzeichen, wie sie für allergische Reaktionen typisch sind. Nicht immer aber sind diese Krankheitserscheinungen auf eine Allergie zurückzuführen. In diesen Fällen wird von allergieähnlichen Reaktionen oder von einer Pseudoallergie gesprochen. Die Unterschiede zu den "echten" Allergien sind für die Behandlung entscheidend: Obwohl die Krankheitsbilder bei Pseudoallergien den Typ 1 Allergien gleichen, finden sich bei einer Untersuchung keine erhöhten IgE-Antikörperspiegel. Das ist eine wichtige Unterscheidung und belegt, dass das Immunsystem nicht beteiligt ist. Eine weiter Unterscheidung ist, dass bei Pseudoallergien keine Sensibilisierung erfolgen muss, wie dies für Typ 1 Allergien typisch ist. Bereits beim ersten Kontakt mit der körperfremden Substanz treten die allergischen Symptome auf. Das ist auch der Grund dafür, dass bei Pseudoallergien die schwere der Reaktion stark von der Menge der auslösenden Substanz abhängt. Dieser Mechanismus wird bei der Behandlung genutzt. Geringere Mengen des Auslösers führen zu einer starken Reduktion der Beschwerden. Auch das ist bei Typ 1 Allergien anders. Dort können auch geringe Mengen des Auslösers zu heftigen Beschwerden führen.
Pseudokrupp Akuter Atemnotanfall bei Säuglingen und Kleinkindern durch Anschwellen der Stimmritze im KehIkopf. Ursache können Infektionen und oder auch Luftschadstoffe sein
Psychische Entspannung Entspannungstechniken wie z.B. autogenes Training, Hatha Yoga oder Entspannung nach Jacobson
Psychotherapie Zum Thema Asthma und Psychotherapie sollte folgendes beachtet werden: Asthma ist eine körperliche Krankheit, der ein organischer Schaden oder eine Fehlsteuerung organischer Funktionen zu Grunde liegt. Doch wie bei kaum einer anderen Krankheit spielt beim Asthma auch die Psyche eine oft ganz entscheidende Rolle für die Entwicklung: unverarbeiteter psychischer Stress ist in der Lage, ähnlich wie körperliche Anstrengung oder Allergeneinwirkung beim Asthmatiker einen Anfall auszulösen oder das Asthma zu verschlechtern. Das Gefühl der Bedrohung durch Atemnot und die Angst vor einem neuen Anfall sind bedrückende psychische Faktoren, die ihrerseits weitere Ängste verursachen. Psychische Entspannung — so z.B. autogenes Training — und Verhaltenstherapie, evtl. auch unter Einbeziehung der Angehörigen können diese psychischen Belastungen oft ganz erheblich lindern.
Pulmonale Hypertonie oder Hypertension Hochdruck im Lungenkreislauf als Folge von wiederholten Lungenembolien, COPD, Lungenfibrose, bei verschiedenen anderen Erkrankungen oder aus unbekannter Ursache. Verursacht oft Atemnot unter geringster Belastung, Herzschwäche.
Pulmonale Kachexie Untergewicht bei Lungenerkrankungen (z.B. COPD), verschlechtert erheblich die Prognose
Pulverinhalation Neben der Inhalationstheropie mit Dosieraerosolen und Verneblern wichtigste Form der inhalativen (topischen) Therapie
Pulverinhalator Ein Gerät, aus dem das Medikament in feinster Pulverform für die Inhalation freigesetzt wird
Q
Quaddel Eine Quaddel ist eine angeschwollene erhabene Hautteile mit roten Rändern, blassen Mittelteilen und gerötetem Hof.
R
RAST(Radio-Allergo-Sorbent-Test) Bei diesem Bluttest wird die Konzentration und Existenz von bestimmten Stoffen im Blut festgestellt. Dabei geht es unter anderem darum, wie viel ->Immunglobulin E und Abwehrstoffe gegen allergieauslösende Substanzen im Blut vorhanden sind.
RC-Cornet Kleines tragbares Physiotherapiegerät zur Erleichterung der Expectoration. Durch Ausatmung durch RC Cornet® entstehen Vibrationen im Bronchialsystem, die zur Bronchialschleimlösung beitragen
Rechtsherzkatheter Einführung eines dünnen, mit einer physiologischen Kochsalzlösung gefüllten Schlauchs (Katheter) von der Armvene aus ins Herz, z.B. zur Druckmessung in den einzelnen Herzabschnitten u.a. im Rahmen der Diagnose: Cor pulmonale, pulmonale Hypertonie.
Reflektorische Atemtherapie Das Prinzip besteht in der Reizung verschiedener Rezeptoren in der Haut und in der Muskulatur. Diese Reize sollen tiefere Atmzüge mit einer größeren Atembewegung hervorrufen. Zur richtigen Anwendung der Therapie bedarf es speziell ausgebildeter Physiotherapeuten
Rehabilitationsmaßnahmen (REHA) Medizinische Rehabilitationsmaßnahmen der Rentenversicherungsträger sollen die Erwerbsfähigkeit und die Integration der Versicherten in Familie, Beruf und Gesellschaft erhalten, verbessern und stabilisieren. Vor allem aber sollen sie die Wiedereingliederung von chronisch Kranken ins Erwerbsleben sicher stellen. Für Rentner, deren Erwerbsfähigkeit nicht wiederhergestellt wird, können Krankenkassen als Kostenträger auftreten. Man unterscheidet: stationäre Rehabilitation: Der Patient hält sich ca. 3 Wochen zur Behandlung in einer Reha-Klinik auf. ambulante Rehabilitation: Der Patient besucht wohnortnah ein ambulantes Reha-Zentrum. Beide Arten der Rehabilitation bieten ärztliche, psychologische und physiotherapeutische Versorgung.
Reizgase z.B. Chlorgas, Ozon etc.- können Husten- und Atemnot auslösen
Reizstoffe Bei Patienten mit einem überempfindlichen, hyperreagiblen Bronchialsystem führen nicht nur Allergene, sondern auch Reizstoffe oder Reizgase bereits in geringen Konzentrationen zu Asthma-Beschwerden (Küchendunst, Zigarettenrauch, chemische Reizstoffe, Kälte u.a.m. können dazu gehören).
Reliever Inhalative Medikamente, die sofort wirksam sind und von der akuten Atemnot befreien und deshalb „Reliever“ = Befreier oder auch „Notfallsprays‘ genannt werden
Reproterol Substanz, die zu den Adrenergika, Betamimetika, Sympathikomimetika gehört und als Retard-Tablette im Handel ist, d.h. längerfristig bronchialerweiternd wirkt
Resektion Teilweise operative Entfernung von kranken Organteilen
Residualvolumen Die Menge an Luft, die nach der maximalen Ausatmung noch in der Lunge verbleibt.
Resistance Strömungswiderstand in den Atemwegen
Respiration Atmung der Lebewesen mit Hilfe von Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe
Respiratorische Insuffizienz Unfähigkeit der Lunge, einen der jeweiligen Situation — z.B. bei körperlicher Belastung — entsprechenden Gasaustausch zu gewährleisten. Dadurch: Abfall des arteriellen Sauer- stoffpartialdruckes (Hypoxie) und Zunahme des arteriellen Kohlensäurepartialdruckes (Hyperkapnie).
Restriktion Lungenfunktionsstörung mit Verminderung der Vitalkapazität und der Totalkapazität; dadurch Einschränkung der Fläche für den Gasaustausch. Sie kann durch Vernarbungen bzw. Versteifung des Lungengewebes bei Lungenfibrose, nach Tuberkulose, Silikose bzw. durch Operationen (Pneumonektomie, Lobektomie) eintreten.
restriktiv eingeschränkt (im Bezug auf das Lungenvolumen)
Retard—Tablette Tablette, die ihren Wirkstoff nur verzögert — nach und nach — freisetzt und so länger wirksam ist.
Reversibel Umkehrbar, heilbar
Reversible Atemwegsobstruktion Fachausdruck für die Atemwegsverengung, die beim Asthma bronchiale nur zeitweise gegeben — also umkehrbar — ist.
Rhinitis Als Rhinitis, Nasenkatarrh, Schnupfen oder Koryza (griech. für "Erkältung") wird eine akute oderchronische Entzündung der Nasenschleimhaut mit den Symptomen Juckreiz, Niesreiz, Sekretion und Verstopfung durch infektiöse, allergische und nichtallergische Mechanismen bezeichnet.
Rhonchus Rasseln, rasselndes Geräusch in der Lunge, das bei der Verengung oder Verschleimung der Atemwege entsteht; beim Abhören der Lunge feststellbar
Rippenfell Pleura
Röntgenaufnahme Das auf einem speziellen photographischen Film oder Papier mittels Röntgenstrahlen erzeugte Schattenbild.
Rondo Inhalationshilfe, Spacer
S
Salbutamol Substanz, die zur Klasse der Adrenergika, Betamimetika, Sympathamimetika gehört. Salbutamol gibt es als kurz/schnell wirksames Dasieraerasol/Pulver im sog. "Notfallspray", aber auch als Retard-Tablette mit länger anhaltender Wirkung und als Inhalationslösung
Salmeterol Lang wirkendes Betamimetikum/Adrenergikum/Sympathomimetikum, das als Dosieraerosol und Pulverinhalat im Handel ist, auch als Kombination mit Cortison
Sarkoidose Eine Erkrankung, die prinzipiell die Lunge befällt, aber viele andere Organe — Augen, Gehirn, Leber, Nieren, Haut, Herz — befallen kann und bei der sich kleinste Knötchen (Granulome) bilden, die schließlich zur Störung der Organfunktionen führen. Ursache unbekannt.
Sauerstoff (O2) Wichtiger Bestandteil der Atemluft. Sauerstoff wird für die Stoffwechselprozesse der Körperzellen benötigt
Sauerstoff—Langzeittherapie Sauerstoffmangel ist keine eigenständige Erkrankung, sondern die Folge schwerer Bronchial- und Lungenerkrankungen, wie COPD, Emphysem, Asthma bronchiale und Lungenfibrose. Sauerstoff-Langzeittherapie ist wichtig für Patienten mit einem zu niedrigen Sauerstoffpartialdruck. Studien haben bewiesen, dass eine Sauerstoff-Langzeittherapie von mindestens 16-stündiger Dauer pro Tag nur dann die Lebensqualität erhöht und die Lebenserwartung verbessert, wenn der Sauerstoffpartialdruck im Blut stark vermindert ist.
Sauerstoff—Mehrschritt—Therapie (nach Ardenne) Der Patient atmet Sauerstoffdurch die Nasenbrille oder Nasensonde ein, um einen möglichst hohen Sauerstoffpartialdruck zu erreichen. Zusätzlich werden Medikamente verabreicht, die die Ausnutzung des Sauerstoffs verbessern sollen. Sauerstoff kann jedoch nicht vom Körper gespeichert werden, so dass bei der kurzzeitigen Sauerstoffzufuhr (z.B. 3 x pro Woche eine Stunde) über die Sauerstoff- Mehrschritt-Therapie kein anhaltender Effekt zu erreichen ist. Innerhalb von Minuten fällt der Sauerstoffpartialdruck auf den Ausgangswert vor Beginn der Therapie wieder ab. Bei normalem Ausgangs-Sauerstoffpartialdruck lässt sich ohnehin keine weitere Steigerung selbst während der Sauerstoffzufuhr erzielen. Wissenschaftliche Studien über den Erfolg einer solchen Studie gibt es nicht. Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie darf nicht mit der Sauerstoff-Langzeit-Therapie (inhalative Sauerstoffzufuhr über mindestens 16 Stunden am Tag in der erforderlichen Dosis) verwechselt werden. Die Sauerstoff-Langzeit-Therapie ist eine anerkannte schulmedizinische Methode.
Schimmelpilze Schimmelpilzsporen kommen überall in der Luft vor. Schimmelpilze leben von organischem Material (Essensreste, Hautschuppen, Haare, Blattlaub etc.) das sie zu Mineralstoffen abbauen und so dem ökologischen Kreislauf zuführen. Pilze leben draußen aber auch im Haus. Zu den Pilzen die draußen leben und deren Sporen in der Außenluft zu finden sind, gehören Alternaria tenuis, Botrytis cinerea und Cladosporium herbarum. Diese Pilze kommen vor allem im Herbst und bei feuchter Witterung in großer Zahl vor. Als Schwärzepilze sind sie auch in Feuchträumen zu finden. Oft bilden diese Pilze schwarze Beläge auf Dichtungen von Fenstern und in Fugen von Fliesen. Schimmelpilze benötigen zum Wachstum eine relative Luftfeuchte von 60 - 85% und eine Substratfeuchte von 15 - 18 %. In Innenräumen besiedeln sie daher vorwiegend Küchen, Keller, Bäder, Fensterecken, Klimaanlagen, Luftbefeuchter, Topfpflanzen und Lebensmittel. Eine weitere Gruppe von Pilzen findet im Staub ihren Lebensraum. Aspergillus Arten wie Aspergillus glaucus Gr., Aspergillus amstelodami, Aspergillus ruber, Aspergillus repens und Aspergillus versicolor werden dazugezählt. Pilzarten wie Penicillium brevicompactum, Penicillium chrysogenum und Wallemia sebi gehören auch in diese Gruppe. Sie haben sich trockenen Bedingungen angepaßt und können hier bei 70% Luftfeuchtigkeit wachsen und sich vermehren. Penicillium brevicompactum ist ein Hausstaub-Allergen, welches im Boden und auf Pflanzenmaterial verbreitet ist. Hohe Gehalte der Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen können bauliche und/oder nutzungsbedingte Gründe haben. Im Gegensatz zu den früher verwendeten Baumaterialien (Ton, Lehm, Kalkputz) wiesen moderne Baustoffe wie Beton oder Polystyrol nur eine beschränkte Wasserdampfaufnahme und Dampfdiffusion auf. Farbanstriche und Tapeten haben oftmals hohe Kunststoffgehalte und haben daher im Vergleich zu Kalk- Kreide- oder Lehmfarben auch kaum feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften. Ein Luftaustausch, wie er bei alten, einfach verglasten Fenstern selbst in geschlossenem Zustand noch gegeben war, ist bei Isolierverglasungen weitestgehend unterbunden. Ohne gezielte Lüftung führt die deutlich verbesserte Isolation von Gebäuden zu erhöhter Luftfeuchtigkeit im Raum und zur Kondenswasserbildung an kalten Oberflächen. Schimmelpilze besitzen eine Vielzahl potenter Enzyme und können feuchte Wände, Tapeten und Holz als Nährstoffquelle verwenden. Da sie zudem in einem sehr weiten Temperaturbereich wachsen können, finden die meisten Schimmelpilze in feuchten Innenräumen meist geeignete Lebensbedingungen vor.
Schlafapnoe Das Schlafapnoesyndrom bezeichnet eine Schlafstörung (Dyssomnie), die entweder mit einem verminderten Atemfluss (Hypopnoe) oder mit einem zeitweisen Atemstillstand (Apnoe) — einhergeht. Diese Störung führt zu einer erheblichen Müdigkeit des Betroffenen im Tagesverlauf, es kann auch Sekundenschlaf am Schreibtisch oder beim Autofahren auftreten. Die Schlafapnoe führt zu Folgerkrankungen (Herz, Kreislauf, Gefäße).
Schleim Klares, zähflüssiges Sekret, das von den Becherzellen und von den Schleimdrüsen, die sich in den Schleimhäuten der Bronchien befinden, produziert wird und das auch als Mucus oder Sputum, Sekret oder Auswurf bezeichnet wird.
Schmerzmittel—Asthma, Aspirin-Asthma Die Einnahme bestimmter Schmerzmittel (Analgetika) kann bei ca. 5 % aller Asthmapatienten, die dazu neigen, die Atemnot verstärken oder sogar einen Asthmaanfall auslösen. Das wurde erstmals vor mehr als 100 Jahren nach der Einführung von Aspirin beobachtet. Wegen der in diesem Schmerzmittel enthaltenen Acetylsalicylsäure wurde die dadurch ausgelöste Atemnot auch Acetylsalicylsäure-Asthma oder Aspirin-Asthma genannt. Inzwischen weiß man, dass auch noch über 30 andere schmerzlindernde Wirkstoffe, die in vielen Schmerz- und Rheumamitteln enthalten sind, bei bestimmten Patienten Atemnot auslösen und das Asthma bronchiale verschlimmern können. Asthmapatienten, die Aspirin einmal genommen und vertragen haben, können weiterhin ohne Gefahr Aspirin und andere Analgetika einnehmen. Die Beschwerden beginnen in der Regel 10 bis 60 Minuten nach der Tabletteneinnahme. Sie können schwerwiegend sein und sprechen in der Regel nicht sofort auf die gewohnten bronchialerweiternden Mittel an. Antileukotriene sind oft besser wirksam. Jeder Asthmatiker, der einmal auf Aspirin oder andere Analgetika mit Asthma reagiert hat, sollte einen Notfallausweis/Allergiepass bekommen, den er bei jeder neuen Medikamentenverordnung dem Arzt zeigen muss.
Schwangerschaft Patientinnen mit Asthma bronchiale sollten während einer Schwangerschaft auf eine gute Einstellung ihres Asthma bronchiale achten. Atemnotanfälle sollten vermieden werden; sie schaden dem Ungeborenen viel mehr als die erlaubten Asthmamedikamente.
Schweißtest Spezielles Untersuchungsverfahren zur Diagnose der Mukoviszidose
Segmentbronchien Sind Bestandteil des Bronchialbaums/Bronchialsystems. Sie zweigen von den Lappenbronchien ab und verzweigen sich in die Bronchiolen
Sekret Schleim, der von den Becherzellen und Schleimdrüsen in den Schleimhäuten der Bronchien produziert wird. Das Sekret wird auch als Mucus, Sputum, Sekret oder Auswurf bezeichnet.
Sekretolyse Bedeutet die Verflüssigung des zähen Bronchialsekrets (Schleimlösung). Wenn der Schleim zähflüssig ist und sich schwer abhusten lässt, kann versucht werden, den Bronchialschleim zu verflüssigen (Sekretolyse). Als „Hausmittel“ bieten sich dafür an: Inhalation von salzhaltiger, vernebelter Flüssigkeit (Achtung: Bronchospasmus!!), Zwiebeltee, eine gut gewürzte Brühe oder das Trinken einer anderen heißen Flüssigkeit. Zum Lösen (Lyse) allzu zäher Sekrete ist jedoch die Gabe wirksamer Arzneimittel und ggf. Physiotherapie erforderlich. Wichtig ist aber immer, dass der Patient ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, damit der zähe Schleim nicht auch noch eintrocknet.
Sekretolytika Schleimlösende Mittel, die bei besonders zähem Schleim und erschwertem Abhusten verwendet werden.
Sekundenkapazität Luftmenge, die bei kräftigster Ausatmung in einer Sekunde ausgestoßen werden kann. Der Wert wird im Zuge der Lungenfunktionsprüfungen ermittelt. Bei Asthma bronchiale und CQPD sind die Werte zeitweise erheblich verringert.
Sensibilisierung Verstärkung der Empfindlichkeit eines Organs gegenüber einem Reiz nach wiederholtem Kontakt, meist im Sinne der Erzeugung eines immunologischen Gedächtnisses in einem Individuum durch Exposition von einem Antigen. Eine S. geht immer einer Allergie voraus, die bei wiederholtem Kontakt mit dem Antigen-Allergen unter geeigneten Bedingungen entsteht.
Serum Das Serum ist die nach erfolgter Blutgerinnung von Blutkörperchen und Fibrin befreite flüssige Teil des Blutes. Durch das gelöste Bilirubin ist es gelblich gefärbt.
Silikose Ist eine Reaktion des Lungengewebes auf inhalierte, kristalline Kieselsäure (Quarz), die zu schweren Lungenzerstörungen mit Knötchenbildungen und Vernarbungen führt und die die Funktion der Lunge erheblich einschränkt. Als Folge der Veränderungen ist mit einer chronisch obstruktiven Bronchitis (COPD), einem Emphysem und einer pulmonalen Hypertonie zu rechnen. Silikose ist als Bergarbeiter-Erkrankung bekannt; sie kann aber auch bei analogen Berufsbildern (vom Steinbrucharbeiter, Steinhauer bis hin zum Zahntechniker) auftreten. Sie ist als Berufskrankheit anerkannt.
Sinusitis Nasennebenhöhlen - Entzündung
Sklerodermie Wird auch systemische Sklerose genannt. Sie führt zunehmend zu entzündlich vernarbenden Bindegewebsveränderungen der Haut, des Unterhautgewebes und der inneren Organe. Am häufigsten sind Lunge, Magen-Darm, Nieren und Herz befallen
Sole—Inhalation Sole-Inhalation wird meist nur „kurmäßig“ über eine begrenzte Zeit (in der Rehabilitation) durchgeführt. Zuhause entstehen in der Bereitung der Sole große hygienische Probleme, da jede Inhalationslösung frisch zubereitet und steril zu sein hat. Ausserdem kann sie besonders bei Asthma, aber auch bei COPD Bronchospasmus auslösen.
Spacer Ein Spacer ist eine spezielle lnhalationshilfe, die das Einatmen des Wirkstoffs aus einem Dosieraerosol ganz erheblich erleichtert. Mit Hilfe eines Spacers kann man die einzelnen Schritte bei der Anwendung des Dosieraerosol in Ruhe und nacheinander durchführen. So gelangt mehr Wirkstoff in die Lunge, und er bleibt nicht in Mund und Rachen hängen, um schließlich im Magen zu landen — und nicht in der Lunge. Das ist besonders bei der Verwendung von cortisonhaltigen Dosieraerosolen wichtig, weil dadurch die unangenehmen Effekte des Cortisons im Mund- / Rachenbereich - wie Pilzbesiedelung und Heiserkeit, die ja bei der inhalativen Corticoidtherapie auftreten könnten — vermieden werden. Der Ablauf bei Verwendung eines Spacers ist einfach und wie folgt: Zunächst wird der Spacer vorschriftsmäßig auf das Dosieraerosol aufgesteckt. Danach wird durch Druck auf das Dosieraerosol ein Hub/ein Aerosolstoß in den Spacer gegeben. Danach wird der Substanznebel ganz ruhig aus dem Spacer eingeatmet. Bei Verordnung von 2 Hub: Vorgang wiederholen. (Nicht 2x drücken und dann einatmen!)
spasmodisch Krampfartig
Spasmolyse Lösung des Krampfes — auch des Bronchialkrampfes / Bronchialspasmus
spastisch krampfartig, verkrampft
Spezifische Immuntherapie (SIT) man spricht auch von Hyposensibilisierung oder Allergie-Impfung
Spirometer Gerät, das zur Prüfung der Lungenfunktion verwendet wird: Lungenvolumen und Sekundenkapazität
Spirometrie Einfache Untersuchung zur Feststellung der Lungenvolumina und Flussverhältnisse der Atemwege (Lungenfunktion).
Spontanheilung Heilung, die von selbst ohne Medikamente eintritt
Spray Häufig benutzte Bezeichnung für ein Dosieraerosol
Sprühnebel Bezeichnung für feinst verteilte Substanzen aus einem Dosieraerosol
Sprühstoß Ein Hub aus einem Dosieraerosol
Sputum Die bei Expektoration ausgehustete Absonderung der Atemwegschleimhäute mit Beimischung von Zellen, Speichel, evtl. auch Eiter und Mikroorganismen. Die Farbe von S. ist normalerweise klar, glänzend, die Konsistenz dünnflüssig. Als einfachste Veränderung sieht man bei Entzündung im Bronchialbaum eine Beimengung von Schleim, die zu gelber Verfärbung und zunehmender Zähflüssigkeit beiträgt.
Squama Schuppe
Stammbronchien Hauptbronchus in der Lunge.
Stationüre Rehabilitation s. Rehabilitation
Staublunge Entsteht durch Einlagerungen von organischen oder anorganischen Stäuben in der Lunge, z.B. Silikose (anerkannte Berufskrankheit).
Status asthmaticus So wird die für Patienten mit Asthma bronchiale und COPD stärkste körperliche und seelische Bedrohung bezeichnet: Auch in Ruhe besteht dann maximale Atemnot, die selbst durch die vom Patienten benutzten, sonst hilfreichen Medikamente kaum noch beeinflussbar ist und im Gegensatz zum einfachen Asthmaanfall mindestens über 24 Stunden anhält. Weil dieser Zustand lebensbedrohlich ist, muss unverzüglich der (Not-)Arzt alarmiert werden.
Steroide Sammelbegriff für cortisonhaltige Substanzen, die auch Glucocorticoide oder Corticosteroide genannt werden. (s. Cortison)
Stoffwechsel Die chemischen Prozesse in der menschlichen Zelle, durch die die für den Organismus notwendige Energie und die Aufbaustoffe für den Körper erzeugt werden.
Stoffwechselprozess Stoffwechsel
Stufentherapieplan Sowohl für das Asthma bronchiale als auch für die chronisch obstruktive Bronchitis mit oder ohne Emphysem (COPD) gibt es einen Plan, der die Behandlung mit den entsprechenden Präparaten an den jeweiligen Schweregrad der Erkrankung anpasst — diesen Behandlungsplan nennt man Stufentherapieplan.
Substanznebel Sprühnebel
Swyer-James-Syndrom Auch McLeod-Syndrom genannt; einseitiges (unilaterales bzw. unilobäres) Emphysem. Ist meist Folge einer in der Kindheit durchgemachten Bronchiolitis
Syndrom Krankheitsbild, das sich aus dem Zusammentreffen verschiedener charakteristischer Symptome ergibt
Systemische Sklerose s. Sklerodermie
Systemische Therapie Behandlung mit Therapeutika — z.B. mit Cortison-Tabletten - die nicht nur an der gewünschten Stelle des Körpers — z.B. Bronchien — wirken, sondern überall dort, wo sie durch den Blutkreislauf hingebracht werden. Die systemische Therapie steht im Gegensatz zur topischen Therapie. Bei der topischen Therapie kommt die Wirksubstanz — z.B. inhaliertes Cortison/Cortison-Spray — nur an die Organe — z.B. Bronchien —‚ wo die Wirkung auch erzielt werden soll.
Sympathomimetika Kurzwirksame Beta-2-Sympathomimetika entspannen die Muskeln der Atemwege und bewirken, dass sich die Bronchien ausdehnen können. Bei einer akuten Asthma-Attacke bekommen die kleinen Patient schnell wieder besser Luft. Wird das Medikament zu oft inhaliert, gelangt der Wirkstoff in die Blutbahn und kann Nebenwirkungen wie Herzrasen, Unruhe und Zittern auslösen.
T
Tachykardie Schneller Herzschlag - die Schlagfrequenz ist im Vergleich zur normalen Schlagzahl ganz wesentlich erhöht, z.B. 100 Schläge pro Minute.
Terbutalin Betamimetikum bzw. Adrenergikum oder Sympathomimetikum, das bronchialerweiternd wirkt und sowohl als Pulverinhalatorals auch als langwirksame Retard-Tablette im Handel ist.
Theophyllin Theophyllin wird auf Grund seiner bronchialerweiternden Wirkung schon lange zur kurzfristigen und Dauerbehandlung von obstruktiven Atemwegserkrankungen eingesetzt.
Theophyllinspiegel Er gibt die Konzentration von Theophyllin im Blut an. Nur wenn das Theophyllin einen bestimmten Wirkstoffspiegel im Blut erreicht hat, ist die bronchialerweiternde Wirkung vorhanden. Der Theophyllinspiegel wird durch den Arzt ermittelt (Blutuntersuchung).
Thorax Brustkorb
Tierhaarallergie Inhalations-, Kontaktallergie auf Allergene tierischer Herkunft, z.B. Federn, Fell, Haare, Wolle.
Tiotropiumbromid Gehört in die Gruppe der Anticholinergika. Liegt im Handel als Pulverinhalation vor.
Tonnenbrust Durch ein Lungenemphysem fassförmig veränderter Brustkorb.
Topische Therapie Behandlung mit einem Therapeutikum - z.B. Cortison-Spray - das direkt an der Stelle des Körpers wirkt, die behandelt werden soll - z.B. an den Bronchien - da sie topisch/lokal verabreicht werden. Die topische Therapie steht im Gegensatz zur systemischen Therapie.
Totalkapazität Das gesamte Fassungsvermögen der Lunge an Luft.
toxisch giftig
Toxizität Giftigkeit
Trachea Luftröhre
Treibgas Das Gas innerhalb eines Dosieraerosols, das heute kein FCKW mehr enthalten darf.
Tremor Zittern
Tuberkulose (Tbc) Ansteckende Infektionskrankheit durch Tuberkulosebakterien. Meldepflichtig. Nach ihrem starken Rückgang nimmt die Tbc in Deutschland derzeit wieder leicht zu
Tulobuterol Substanz, die zur Gruppe der Betamimetika / Adrenergika / Betasympathometika gehört. Tulobuterol ist als Retard-Tablette im Handel.
Turbohaler Ein System zur Pulverinhalation
U
Uhrglasnägel Große, gewölbte Fingernägel; Vorkommen bei Bronchiektasen, Lungen-Tbc, Bronchialkarzinom
Ultraschall Diagnostisches Verfahren unter Anwendung von Ultraschallwellen.
Ultraschallvernebler Gerät zur Erzeugung eines lungengängigen Aerosols meist zur Befeuchtung.
Umschulungsmaßnahmen (Berufliche Rehabilitation) Die Tätigkeit in einem bestimmten Beruf kann ein "Berufsasthma" auslösen/zur Folge haben. Wenn sich im Beruf ein wirksamer Schutz gegen das auslösende Allergen nicht sicherstellen lässt und keine Allergenkarenz möglich ist, kann über die Berufsgenossenschaften eine Umschulungsmaßnahme beantragt werden
unilateral einseitig
unilobär Auf einen Lungenlappen begrenzt
Urtikaria Nesselsucht heißt in der Fachsprache Urtikaria. Sie ist das beste Beispiel für eine Allergie vom Soforttyp. Innerhalb von Minuten nach dem Kontakt mit einem Allergen bilden sich juckende Quaddeln, so wie bei der Berührung von Bennnesseln. Die Schwellungen der Urtikaria entstehen in der Oberhaut.
V
Vc s. Vitalkapazität
VCD Als Vocal Cord Dysfunction (VCD) wird eine Stimmbandfehlfunktion bezeichnet, bei der sich die Stimmbänder von einem Moment zum nächsten verkrampfen und verschliessen. Diese plötzlich auftretende Schlussbewegung führt zu einer anfallartigen Atemnot. Oftmals geht dem Krampf und Verschluss ein Hustenanfall voraus.
Ventilation Lüftung, Belüftung. – physiol der Transport von Sauerstoff aus der Außenwelt in die Lungenalveolen bzw. von CO2 in umgekehrter Richtung als Effekt der Atmung.
Ventilationsstörungen Störung der Lungenbelüftung durch Erhöhung des Strömungswiderstandes in den Atemwegen, durch Verschluss einzelner Bronchien oder durch Verminderung der Blähungsfähigkeit der Lunge und der Beeinträchtigung des Gasaustauschs.
Vernebler Gerät oder Spray, das einen feinen Nebel (aus schwebenden Tröpfchen = Aerosol) zur Einatmung in die Lunge erzeugt.
Viarox Spacer Ein Spacer / eine Inhalationshilfe
Viren Kleinste Krankheitserreger, die nicht mit herkömmlichen Antibiotika zu bekämpfen sind.
Viskosität Zähigkeit, z.B. des Bronchialschleims
Vitalkapazität Atemvolumen zwischen maximaler In- und Exspirationsstellung (in- oder exspiratorisch gemessen).
Vogelzüchter-Krankheit Allergische Alveolitis im Umgang mit Tauben, Papageien und Wellensittichen, Hühnern, Enten, Gänsen und durch das Einatmen der tierischen Antigene kann es zu dieser Erkrankung kommen.
Volumatic Spacer/Inhalationshilfe
W
X
Y
Z
Zelltherapie Zellen oder Bestandteile aus tierischem Gewebe werden meist unter die Haut (subcutan) injiziert. Gefahr droht aufgrund möglicher allergischer Reaktionen und infolge der Übertragung von Infektionen. Da es zu schweren, zum Teil tödlichen Zwischenfällen gekommen ist, sind Fertigpräparate aus Frisch- oder Trockenzellen in Deutschland nicht mehr im Handel. Wissenschaftliche Studien über den Erfolg einer solchen Therapie gibt es nicht
Zilien Flimmerhärchen
Zilienbiopsie Entnahme kleinster Gewebeproben des Flimmerepithels
Zwerchfell Großer, kuppelförmiger Muskel, der Brust- und Bauchraum voneinander trennt. Wichtiger Muskel für die Atmung.
Zwerchfellatmung Bei der Beobachtung der Atmung (Hände auf den Bauch legen) kann man feststellen, dass man entweder durch die Ausdehnung des Bauches (Zwerchfellatmung) oder durch die Ausdehnung des Brustkorbs (Brustatmung) Luft einatmet. Die Zwerchfellatmung wird durch die Bewegung des Zwerchfells bestimmt. Zwischen Brust- und Zwerchfellatmung kann man bewusst wählen.
Zyanose Blaurötliche Färbung der Lippen, Schleimhäute und der Haut infolge eines Sauerstoffmangels oder schlechter Durchblutung.
Zystische Fibrose Mukoviszidose (lat. mucus: Schleim, viscidus: zäh, klebrig) oder zystische Fibrose (engl.: cystic fibrosis, CF) ist eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung und somit angeboren.